Hörder Heimatverein wählte und feiert 30-jähriges Bestehen

0
17
Der einstimmig wiedergewählte Vorstand des Vereins zur Förderung der Heimatpflege e. V. Hörde, (v. l.) Bernhard Finkeldei, 1, stellv. Vorsitzender, Heidemarie Kleinhans, Schatzmeisterin. Helmut Broich, 2. stellv. Vorsitzender/Geschäftsführer, Willi Garth, 1. Vorsitzender. (Foto: Heribert Wölk)

In der Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Heimatpflege e. V. Hörde am 29. April 2019 standen Vorstandswahlen an. Willi Garth, 1. Vorsitzender, Bernhard Finkeldei, 1. stellv. Vorsitzender, Helmut Broich, 2. stellv. Vorsitzender/Geschäftsführer und Heidemarie Kleinhans, Schatzmeisterin, wurden einstimmig wiedergewählt. Zu Kassenprüfern wurden Jutta May, Helmut Hahn und Rolf Schröder gewählt.

Der Heimatverein konnte nicht nur auf das sehr erfolgreiche Jahr 2018 zurückblicken. Der Vorsitzende Willi Garth erinnerte daran, dass der Verein in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum begehen kann. Vorgängerverein war der Heimatkreis Hörde, der bereits 1945 gegründet wurde. Die Neugründung des heutigen Vereins erfolgte 1989, ein Jahr vor dem großen Jubiläum „650 Jahre Stadtrechte Hörde“. Wegen des enormen Erfolges beschloss man die Weiterführung des Vereins mit einem neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender wurde 1992 Willi Feldkamp, der das Amt 15 Jahre lang bekleidete und viele Aktionen anstieß. Sein Nachfolger wurde 2007 Willi Garth. Kurz vor der Versammlung, Ende April, verstarb Willi Feldkamp im Alter von 76 Jahren.

In den 30 Jahren hat der Heimatverein zahlreiche unverwischbare Spuren in Hörde hinterlassen. So wurden historische Wappensteine des ehemaligen Clarissenklosters gerettet und in einem Festakt in der Stiftskirche eingeweiht. Der Kirchturm wurde zum Leuchtturm, indem der Verein eine weithin sichtbare Beleuchtung installierte. In der Vorburg konnte der Verein unter großen Investitionen ein Museum einrichten, das sich bis heute besonderer Beliebtheit erfreut. Ein enormer Kraftakt war die Rettung der letzten 68 Tonnen schweren Thomasbirne beim Abbruch des Stahlwerks im Jahre 2001. Nach zähem Kampf gegen eine Teilversenkung im Phoenix-See fand die Thomasbirne 2010 einen Ehrenplatz auf der Kulturinsel. Dem Heimatverein ist es zu verdanken, dass die archäologische Grabung an der Burg als Freilichtmuseum sichtbar erhalten wurde.

Der Verein machte hunderte Stadt- und Burgführungen. Die erste Nachtwächterführung 2011 und eine Fackelwanderung um den See, die vom WDR übertragen wurde, waren viel beachtete Premieren. Zahlreich Denkmaltage und Museumsnächte wurden organisiert. Zweimal ließ der Verein die Hörder Burg von bekannten Lichtkünstlern traumhaft illuminieren. Vereinsmitglied Heribert Wölk drehte viele beachtenswerte Filme, darunter auch „Hörder Denkmale“, Hörder Fassaden“ und „Blaue Stunde am Phoenix-See“. Der vergessene  Hörder Komponist Eduard Wilsing wurde wieder „auferweckt“. Das Pianohaus van Bremen gedenkt seiner alljährlich bei einem Klavierwettbewerb. Sogar der Hüttenmann wurde wieder nach Hörde geholt und auch der Weinberg am See war eine Idee des Vereins. Zahlreiche Legendenschilder erläutern die Hörder Straßennamen.

100 Gäste kamen im Januar 2018 zur feierlichen Übergabe der Brammen. Der Heimatverein hatte die letzten zwei in Hörde produzierten Stahlbrammen, je 9 Tonnen schwer, gerettet und konnte sie am Seeufer enthüllen. Am Tag des offenen Denkmals 2018 kamen 500 Besucher in die Stiftskirche.

Wer rastet, der rostet! In 2019 wird der Heimatverein mit neuen Ideen und Aktionen aufwarten.

 

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500