Halloween-Fackel-Umzug für Anton

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Es geht los! (Fotos: IN-StadtMagazine)

Ein Zeitungsbericht mobilisierte einen ganzen Stadtteil

Der Bericht in einer Tageszeitung über eine bereits laufende Spendenaktion für den an Muskelschwund erkrankten 2-jährigen Anton aus Holzen mobilisierte den ganzen Stadtteil. Die Freiwillige Feuerwehr Holzen hatte die Idee, einen Halloween-Fackel-Umzug zu organisieren und setzte diese auch kurzerhand um. Nach der Planungsphase wurde mit Erfolg für den Umzug in ganz Holzen und Umgebung geworben und so nahmen auch die Kinder vom Kindergarten Hasenberg, vom AWO-Familienzentrum und der Eintracht-Grundschule am Zug teil und auch die Mitgliedsvereine der Interessengemeinschaft Holzen machten mit.

Der Umzug wurde als „kleines Abenteuer zu Halloween“ für die Kinder geplant, denn still und leise sollte er nicht werden. Also startete die Kolonne, bestehend aus fast 300 Kindern und Erwachsenen, auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Holzen, um mit den Fackeln auf Halloween-Geisterjagd zu gehen. Ungefähr 30 Minuten waren sie unterwegs und begegneten immer wieder Monstern und bösen Geistern, hinter denen sich natürlich verkleidete Feuerwehrmänner verbargen. Zum Abschluss wurde auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr das Verjagen der bösen Gespenster gefeiert.

Jeder hatte anschließend die Möglichkeit sich davon am Lagerfeuer zu erholen und mit Bratwurst vom Grill und vielen leckeren Getränken zu stärken. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Fackeln, Bratwürstchen und Getränken sollen die Eltern des kleinen Anton dabei unterstützt werden, sich ein Auto mit Hebebühne zu kaufen. Spenden konnten aber auch in die aufgestellten Spardosen gesteckt werden. Deswegen waren auch ausdrücklich Menschen eingeladen worden, die nicht mit auf Geisterjagd gehen wollten, sondern einfach nur Lust auf eine leckere Bratwurst hatten.

Antons Geschichte
Anton leidet an einem Gen-Defekt, der Spinalen Muskelatrophie (SMA) Typ1. Babys, bei denen diese Krankheit diagnostiziert wird, sterben meist noch vor dem ersten Geburtstag, aber Anton wurde im Oktober bereits zwei Jahre alt. Durch den Gen-Defekt bauen die Muskeln immer weiter ab, sodass der Körper irgendwann die einfachsten Funktionen nicht mehr schafft – auch nicht das Atmen.

Da die Eltern seinerzeit einen Arzt fanden, der den Jungen seitdem mit einem neu zugelassenen Medikament behandelt, hofft man, die Krankheit zumindest aufhalten zu können, was durch Studien bestätigt zu sein scheint. Für Anton bedeutet diese Therapie allerdings, dass er regelmäßig alle vier Monate Spritzen in den Rücken erhält. Dazu kommen weitere regelmäßige Termine pro Woche wie Ergotherapie oder Physiotherapie.

Weil Anton nicht krabbeln, laufen oder sitzen kann, ist er ständig auf Hilfsmittel angewiesen. Ein Therapiestuhl, der die Muskeln stützt und irgendwann ein elektrischer Rollstuhl kosten aber sehr viel Geld. Zudem wird dann auch ein Auto mit Hebebühne unabdingbar sein. Um das zu ermöglichen, hatte die Familie vor einiger Zeit einen Spendenaufruf gestartet, der letztendlich auch die Holzener erreichte und sie dazu bewog, diesen außergewöhnlichen Fackelzug zu organisieren. Sie alle hoffen, dass sie damit Anton und seiner Familie ein bisschen helfen konnten.

Wer helfen möchte:
Spenden sammelt die Familie über die Deutsche Muskelstiftung unter dem
Verwendungszweck „Anton“
bei der Bank für Sozialwirtschaft,
IBAN: DE11 6602 0500 0008 7390 00,
BIC/SWIFT-Code: BFSWDE33KRL.

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