Für die Menschen am Hörder Neumarkt – „Wir am Hörder Neumarkt e. V.“ präsentiert seine Pläne für 2020

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Gemeinsam mit etwa 30 Vereinsmitgliedern setzen sich (v. l.) Helmut Grundmann als 1. Vorsitzender, Neumitglied Ulrich Saydak und Gründungsmitglied Matthias Ruhnke für die Nachbarschaft am Hörder Neumarkt ein. (Foto: IN-StadtMagazine)

Einst sozialer Brennpunkt ist der Hörder Neumarkt heute ein bunter Lebensort. Wesentlich dazu beigetragen hat der Verein Wir am Hörder Neumarkt, der hier Spielgeräte und Bänke installieren ließ sowie mehrere Hochbeete und einen Bücherschrank bewirtschaftet.

Doch das sind nur die Dinge, die einem auf den ersten Blick entgegenleuchten, wenn man den Neumarkt betritt. Noch sehr viel mehr findet in Haus Rode am Rand des Platzes statt. Und auch für das Jahr 2020 hat der Verein einiges geplant.

Mit der Ankunft vieler Geflüchteter im Jahr 2015 erhielt das Vereinsziel, die Nachbarschaft in Kulturveranstaltungen zusammenzubringen, ein neues Gewicht. Heute geht es dem Verein vor allem darum, „die Qualität des Wohnumfeldes so zu verbessern, dass alle gut miteinander leben können“. Das umfasst unter anderem die „Förderung einer internationalen Gesinnung“ und die „Verbesserung des Zusammenlebens der verschiedenen Nationen, Kulturen und Generationen“, wie es in der Vereinsbroschüre heißt.

Neben regelmäßigen Jazzabenden und den Kurzfilmabenden unter dem Titel „shorts attack!“ gibt es deshalb seit einiger Zeit einen sonntäglichen Kindernachmittag und seit Mitte des Jahres 2019 das Angebot für Kinder „Mit Spaß und Leichtigkeit zum Musizieren“, dessen Förderung bis Juni gesichert ist. Gerade die Aktionen für Kinder richten sich ausdrücklich an alle Kinder aus dem Viertel – aus deutschen sowie geflüchteten Familien. War es zunächst schwierig, die Familien zu erreichen, freut sich Helmut Grundmann als erster Vorsitzender des Vereins heute, dass „die Eltern der Kinder das auch angenommen“ haben.

Dieses Jahr soll es zusätzlich ein Kochprojekt geben, bei dem Kinder aus allen Nationen gemeinsam kochen und „die Speisen vertilgt werden sollen“, wie Ulrich Saydak, seit einigen Monaten aktives Mitglied im Verein, formuliert. Für die Jugendlichen und Erwachsenen plant der Künstler einen Fotoworkshop, im Rahmen dessen man „ein bisschen mehr hinschaut“ und über das Bild „soziale und kritische Ansätze“ dem Stadtteil gegenüber entwickelt. Zusätzlich ist eine Lesereihe in Haus Rode geplant sowie weitere Ausstellungen und Musikveranstaltungen.

Bei letzteren „geht dann der Hut rum“, ansonsten sind alle Aktionen von Wir am Hörder Neumarkt kostenlos. Möglich ist dies aufgrund der Förderung durch die Bezirksvertretung, das Stadtbezirksmarketing, verschiedene Stiftungen und den Hörder Stadtteilfonds. Dieser Einsatz von Fördergeldern rechtfertigt sich bei Weitem nicht nur durch die Auszeichnung des Städtenetzes Soziale Stadt NRW für das nachbarschaftliche Engagement des Vereins im Dezember.

Informationen und Kontaktdaten sind über wir-am-hoerder-neumarkt.de und www.facebook.com/wiramhoerderneumarkt/ abrufbar.

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