„Für den Erhalt eines attraktiven Ortskerns“ – Unterschriftenaktion in Benninghofen

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(v. l.) Jan Wittkamp, Monika Landgraf und Wolfgang Gurowietz engagieren sich in der „Initiative attraktiver Ortskern Benninghofen“. (Foto: IN-StadtMagazine)

Was wichtig ist, muss man selbst in die Hand nehmen, findet Jan Wittkamp, und „nicht darauf warten, dass hier schon das Richtige passiert“. Deshalb hat sich der Familienvater mit anderen Menschen aus Benninghofen zusammengeschlossen, um auch langfristig einen hochwertigen Lebensmittelnahversorger in Benninghofen zu etablieren. Denn der Rewe an der Ecke Overgünne/Benninghofer Straße wird zum Jahresende schließen.

Für Wittkamp ist der Rewe derzeit „absolut ausschlaggebend für das Gesicht dieses Ortes“. Als Teil der „Initiative attraktiver Ortskern Benninghofen“, der auch die Benninghoferin Monika Landgraf angehört, schreibt er der Zukunft der Immobilie einen „direkten Einfluss auf die Attraktivität des Stadtteils – positiv wie negativ“ zu, wie es im „Aufruf zur Unterstützung“ heißt. Um weiteren Anwohnenden eine Stimme zu geben, hat die Initiative eine Unterschriftenaktion gestartet, die die Forderung nach einem qualitativen Lebensmittelangebot im Ortskern stützen soll.

Einer der Unterschreibenden ist ein 77-jähriger Benninghofer. Zentrales Argument sind für ihn die „kurzen Wege zum Einkaufen“, aus Gründen der Bequemlichkeit, aber auch vor dem Hintergrund eines ökologischen Ansatzes. Keine zweihundert Meter die Benninghofer Straße hinunter gibt es einen Lebensmitteldiscounter, dessen Sortimentstiefe ihm jedoch insbesondere im Bereich der Gewürze nicht ausreicht. Für Wittkamp und Landgraf und ihren Unterstützer im Stadtrat Wolfgang Gurowietz spielt darüber hinaus ein regionales und saisonales Angebot vor Ort eine entscheidende Rolle.

Ein bereits erfolgter Austausch mit den Eigentümern der Gebäude des Lebensmittelmarktes sowie des Getränkemarktes lässt Wittkamp hoffen: „Grundsätzlich waren das gute Gespräche, offene Gespräche.“ Zusätzlich plant die Initiative einen Brief inklusive Unterschriftenlisten an die Immobilieneigentümer zu übergeben. Noch bis Ende September liegen die Listen überall im Ort aus, so auch in der Kirchengemeinde und in der Apotheke.

Noch bis Ende September können hier alle, die sich „aktiv für den Erhalt eines attraktiven Ortskerns“ einsetzen wollen, so der Wortlaut des Aufrufes, mit ihrer Unterschrift signalisieren, dass sie einen qualitativen Vollsortimenter vor Ort für relevant halten.

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