„Fotomalereien“ – Ausstellung von Wolfgang Knappmann im Wohnzimmer am Piepenstock

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(v. l.) „Kulturkneipenwirt“ Marco Jorge Rudolph, Fotograf Wolfgang Knappmann und Kuratorin Rita-Maria Schwalgin. (Foto: IN-StadtMagazine)

„Fotomalereien“ nennt „Kulturkneipenwirt“ Marco Jorge Rudolph die Werke, die Wolfgang Knappmann seit der zweiten Junihälfte im „Wohnzimmer am Piepenstock“ (W.I.P.) ausstellt. Tatsächlich erscheinen die Bilder an den Wänden nicht nur auf den ersten Blick wie abstrakte Malerei. Aber Knappmann versichert: Seine Drohnenfotos sind echt, zeigen Industriebrachen, Wasserrückhaltebecken und Waldstücke so, wie sie in Wirklichkeit aussehen. Lediglich die Farben hat er an der einen oder anderen Stelle etwas verstärkt. Und eben die Ausschnitte geschickt gewählt.

Montiert sind lediglich die 360-Grad-Panoramabilder, aus jeweils 26 Einzelbildern, die Knappmann mit der Drohne aufgenommen hat. So ist unter anderem ein Gesamteindruck des Phoenix Sees entstanden, unter einem dramatischen Wolkenhimmel. Und so idyllisch dieses Bild auf den ersten Blick scheint, so sehr fügt es sich für Knappmann in sein Bestreben, mit seiner gleichnamigen Ausstellung den „Strukturwandel“ herauszustellen: „Das ist das, was aus dem Strukturwandel rauskommt: Der Neubau.“ Seit im Jahr 2002 der Rückbau des Stahlwerks auf Phoenix Ost begann, dokumentierte er die Veränderungen auf dem Gelände, bis er im Jahr 2018 die Segelboote auf dem See ablichten konnte.

Wolfgang Knappmann hatte seinen ehemaligen Kollegen beim Fraunhofer Institut Ralf Neuhaus gebeten, einige Worte zum Strukturwandel zu sagen.

Bereits zu Jahresbeginn sprach Rita-Maria Schwalgin als Kuratorin für das „Wohnzimmer am Piepenstock“ Knappmann an. Kennengelernt hatten sich die beiden bereits Jahre zuvor, als Knappmanns Ehefrau Schwalgins Nachfolge für die Grünen in der Bezirksvertretung Mengede antrat. Nun schlug sie ihm vor, ab April an der Schildstraße auszustellen. Gern sagte er zu. Doch bereits Wochen vor Ausstellungsbeginn war klar, dass die Eröffnung aufgrund der Corona-Pandemie nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden konnte. Nun aber wurde sie nachgeholt. „Es ist wirklich schön, diesen Raum hier mit Leben zu erleben“, so Rudolph, nachdem „die Aura der Menschen gewichen war“.

Die Ausstellung läuft bis Ende September und ist während der W.I.P.-Öffnungszeiten sowie nach Absprache zu besichtigen.

Programm und Öffnungszeiten des W.I.P. sind unter www.marco-jorge-rudolph.de/cms/wohnzimmer zu finden.

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