FDP-Initiative zum Phoenix See: Zufahrten besser steuern und nachts beschränken

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Oft kein Ort mehr der Idylle: In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden der Anwohner des Phoenix Sees über die Poser - u. Tunerszene. (Foto: IN-StadtMagazine)

„Es ist hier teilweise unerträglich“ – „Lärmbelästigungen bis in die frühen Morgenstunden“ – „Ich habe Angst, dass die Kinder vor ein Auto laufen“ – „Der See wird zum Schandfleck“. So oder so ähnlich häufen sich die Klagen von Anwohnern des Phoenix Sees.

Deshalb hat sich jetzt die stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP, Antje Joest, der Probleme angenommen. Sie ist sachkundige Bürgerin im Ratsausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden.

Obwohl den Anwohnern bewusst ist, dass der See ein öffentliches Ausflugsziel ist und daher naturgemäß mit Publikumsverkehr zu rechnen ist, sei nach allgemeiner Einschätzung die Situation in den letzten Wochen zunehmend eskaliert ist. “Deshalb brauchen wir ein Gesamtkonzept für den See. Polizei und Ordnungsamt versuchen seit Neuestem mit gezielten Aktionen, der Poser- und Tunerszene Herr zu werden. Aber allen ist klar: Das kann kein Dauerzustand sein”, so Antje Joest.

„Wir brauchen ein Gesamtkonzept für den Publikumsverkehr und zur Sicherung der Nachtruhe der Anwohner“. Der Ideenkatalog der FDP enthält Einbahnstraßen, Sackgassenregelungen, temporäre Anwohnerparkplätze und das Tauschen der Ein- und Ausfahrt des Phoenixseeparkhauses. „Es wäre sinnvoller, die Zufahrtsströme über die Hermannstraße zum See zu leiten und die Phoenixseestraße sowie die Straße an den Emscherauen nachts und am Wochenende als Anliegerstraße zu deklarieren.“

Weitere Ideen, die die FDP zusammen mit den Anwohnern entwickelt hat, sind eine temporäre Sackgasse nachts und am Wochenende auf Höhe des Parkhauses. Ein weiteres eklatantes Problem sind Ruhestörungen durch dauerklingelnde und johlende E-Rollerfahrer, die bis in die frühen Morgenstunden um den See fahren. „Hier muss dringend eine nächtliche Beschränkung der Nutzung her und Erweiterungen in der Seesatzung“ verlangt Joest. An Schlaf sei sonst kaum noch zu denken. Eines ist ihr noch wichtig: „Wir wollen Positivschilder am See wie ‚Danke für das Einhalten der Nachtruhe‘. Vielen jungen und nicht ganz so jungen Besuchern sei vermutlich gar nicht richtig bewusst, dass es störend ist, wenn nachts gefeiert wird.”

Ein Antrag zur Thematik wurde am 16. Juni im Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden gestellt. “Ich werde dafür sorgen, dass der nicht im Sande verläuft”, so Joest.

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