Es kann sich was ändern – Jahresrückblick der Geschichtswerkstatt im Café Aufbruch

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(v. l.) Renate Zoller, Susanne Meyer, Andreas Müller, Gunnel Christine Hinrichsen und Edith Kratz. (Foto IN-StadtMagazine)

Es sind vor allem die politischen Bewegungen, die es der Geschichtswerkstatt Dortmund angetan haben. In ihren Räumlichkeiten in der Zwickauer Straße türmen sich die Materialien zum Anti-Atomkraft-Engagement, der Antifa und den Grünen. Das Archiv „platzt aus allen Nähten“, sagt Andreas Müller. Im Dezember kam er mit seinen Mitstreiterinnen im Café Aufbruch zusammen, um das vergangene Jahr zu reflektieren.

Die Themen dieses Jahres könnten unterschiedlicher kaum sein. Eines jedoch haben sie gemeinsam: immer geht es um die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung. So hat Müller einen Vortrag zu den „Edelweißpiraten“ gehalten und Gunnel Christine Hinrichsen setzte sich mit demokratisch-föderalistischen Vorstellungen in „Kurdistan“ auseinander, ein Name, den sie ganz selbstverständlich fallen lässt. Edith Kratz hat sich in diesem Jahr für das „Durchbrechen eines Schachbrettmusters“ entschieden, setzte sie sich doch jenseits jeden Aktivismus’ mit den Geliebten und Mätressen verschiedener Könige auseinander.

Wichtig ist es der Geschichtswerkstatt, einen öffentlich-kommunikativen Zugang zu Geschichte und Politik zu schaffen. So brachte sie in der Vergangenheit Jugendliche und SeniorInnen zusammen, um den Jugendlichen die Entwicklungen innerhalb der letzten Jahrzehnte auf persönlicher Ebene nahezubringen. „Da weiß man, dass sich was ändern kann“, deutet Müller das Ziel hinter der Aktion an.

Doch auch an die Archivmaterialien „muss jeder rankönnen, das ist wichtig“, sagt Susanne Meyer. Um die Räume in der Zwickauer Straße zu entlasten, steht Müller deshalb in akribischer Vertragsverhandlung mit dem Stadtarchiv.

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