„Das wird richtig knifflig!“

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Vier Sechstklässler des Hörder Goethe-Gymnasiums haben es in die zweite Runde der Internationalen JuniorScienceOlympiade 2021 geschafft; (v. l.) Jan (6d), Chemielehrer Christian Lormes, Ben (6a), Tom (6d), Matthis (6d) und Physiklehrer Christoph Schuck. (Foto: Schule)

Ursprünglich war das Ganze „nur“ ein „Projekthausaufgabe“ mit einem von vier Experimenten, die dem Goethe-Gymnasium über die Ausschreibung zur 18. JuniorScienceOlympiade zur Bearbeitung vorgelegt worden waren. „Wer aber Lust hat, der kann auch alle vier Experimente machen“, ermunterte Physiklehrer Christoph Schuck seine Schüler*innen vor den Weihnachtsferien.

Konkret ging es um verschiedene Waschmittel und enzymatische Wirkmechanismen sowie darum, ein Elektroskop zu bauen. Tatsächlich knieten sich zehn der Kinder so tief in die Aufgaben, dass sie sich mit ihren Ergebnissen an der Olympiade beteiligen konnten. Vier Sechstklässler des Gymnasiums haben es nun in die zweite Runde geschafft.

Damit gehören sie zu den deutschlandweit 1008 Teilnehmenden, die die Prüfung vor ihren Schulen und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel bestanden haben. Insgesamt hatten 4300 Schüler*innen zwischen 9 und 15 Jahren mitgemacht.

„Im ersten Experiment war Schokolade oder roter Saft auf einem weißen T-Shirt gelandet. Was konnte gemacht werden? Vollwaschmittel, Seife oder reichte bereits warmes Wasser? Im zweiten Experiment wurden die Enzyme im Waschmittel untersucht. Was machten die da überhaupt? Es wurde die enzymatische Wirkung von Waschmitteln mit Gummibärchen getestet. Im dritten Experiment konnte untersuchen werden, wie lange die Enzyme brauchten, um ihre richtige Wirkung vollständig entfalten zu können. Und im vierten Experiment bauten die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Elektroskop, um die Wirkung eines Staubfängers untersuchen zu können“, erläutert eine Pressemitteilung des Goethe-Gymnasiums die Aufgaben, die die vier Schüler so erfolgreich gemeistert haben, dass es im März für sie in die zweite Runde geht.

Die wird aus einem Multiple-Choice-Quiz bestehen. Keine ganz leichte Aufgabe, glaubt Schuck: „Ich denke, dieses Quiz wird eine riesige Herausforderung für die Sechstklässler werden.“ Denn obwohl die Vier noch so jung sind, können sie mit keinem Kinder-Bonus rechnen. Schließlich soll sich mit dieser zweiten und im Anschluss mit der dritten Runde ein maximal leistungsfähiger Kader herauskristallisieren, der im Dezember in Dubai in die internationale Entscheidung geht. Die Jungen müssen es also durchaus auch mit 15-Jährigen aufnehmen. „Mein Gefühl sagt mir, das wird richtig knifflig!“, mein Schuck. Aber er ist auch davon überzeugt, dass da im März sehr „clevere“ Jungs an den Start gehen.

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