Peacock: Verzehrgutscheine

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Die Rikscha hat Navnit Kaur (r.) exklusiv für das Peacock-Café anfertigen lassen, das sie im August gemeinsam mit (v. l.) ihrem Ehemann Tarsem Singh, Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und Stadträtin Birgit Zoerner offiziell eröffnete. (Foto: IN-Stadtmagazine)

Eröffnung des neuen Peacock-Cafés am Zoospielplatz
Verliebt in Harinders Gerichte

Irgendwann um 1990 im indischen Punjab: Auf einem Spaziergang durch die Felder findet ein junger Mann ein von der Mutter verlassenes Ei und nimmt es mit auf seinen Hof. Dort legt er es zu den Eiern der Hühner, aus denen bald Küken schlüpfen werden. Und auch die Schale des Findlings bekommt bald Risse, bis sie schließlich zerspringt. Die Tochter des jungen Mannes erkennt schnell, was sich da ans Tageslicht gewunden hat, denn der Pfau ist als Sinnbild des Gottes Krishna Wappentier Indiens. Als Haustier nimmt die kleine Navnit den Pfau gern bei sich auf und auch die Hühner betrachten ihn bald als „Adoptivkind“.

Bereits etwa 4.000 Jahre zuvor waren Pfauen auf Handelswegen aus Indien nach Europa gelangt, sodass Navnit Kaur und ihr Ehemann Tarsem Singh ein Stück ihrer Heimat vorfanden, als sie vor zehn Jahren das erste Mal den Dortmunder Zoo betraten und vielleicht bei einer Currywurst-Pommes die erhabenen Vögel beobachteten, die sich dort frei bewegten.

So lag der Name nahe, den sie nun ihrem neuen Restaurant am Spielplatz gegeben haben: „Peacock-Café“, zu Deutsch „Pfauen-Café“. Hier bieten sie neben der obligatorischen Currywurst vor allem indische Spezialitäten an, zubereitet durch ihren Koch Harinder Singh, der nicht zufällig den gleichen Namen wie Tarsem trägt. Die Herren – und auch Navnit – sind Sikhs und im Sikhismus heißen alle Frauen Kaur, was „Prinzessin“ bedeutet und die Männer eben Singh – „Löwe“.

Dass Navnit und Tarsem Harinder für ihr Projekt gewinnen konnten, war ein Glücksfall. Auf einem Urlaubsflug nach Indien traf Tarsem zufällig einen alten Bekannten und erzählte ihm von dem Restaurant, dass seine Ehefrau bald im Dortmunder Zoo eröffnen würde. Nur einen Koch, der ihren Vorstellungen von der köstlichen indischen Küche gerecht werde, hätten sie bislang noch nicht gefunden. Zu diesem Zeitpunkt wusste Tarsem noch nicht, dass er mit dem Schwiegervater eines ausgebildeten indischen Kochs sprach, der bereits im Ruhrgebiet arbeitete…

„Wir sind total verliebt in seine Gerichte“, schwärmte Navnit im Rahmen der offiziellen Eröffnung des „Peacock-Cafés“. Und da scheint sie nicht die Einzige zu sein. Auch ihre Gäste wünschten hin und wieder den Koch kennenzulernen, der für die indischen Spezialitäten, die er „hundertprozentig aus frischen Produkten“ zubereite, verantwortlich zeichne. Auf ihre Kosten kommen im „Peacock-Café“ sowohl Fleischliebhaber*innen als auch Vegetarier*innen und Veganer*innen. Auch letztere müssen sich keinesfalls mit Beilagen zufrieden geben. Bereits im Rahmen der Eröffnungsfeier waren drei der vier angebotenen Snacks vollkommen ohne tierische Produkte zubereitet und fanden bei allen Anwesenden großen Anklang.

Offen gab Navnit zu: „Ich habe ja schon Angst gehabt am Anfang“. Unsicher, wie ihre deutsche Kundschaft reagieren würde, nahm sie trotzdem den Rat des Zoodirektors Dr. Frank Brandstätter an, im „Peacock“ indische Gerichte anzubieten. Und mittlerweile ist sie überzeugt: Wer indisches Essen probiert hat, will mehr davon. Sogar auf Kindergeburtstagen kommt Harinders Mangocurry mit Reis hervorragend an. Daher plant Dr. Brandstätter bereits, ein Komplettpaket anzubieten: Wer einen Kindergeburtstag im Zoo bucht, soll sich auch für die Verpflegung der Kleinen im „Peacock“ entscheiden können.

Doch ein gutes Restaurant braucht mehr als „nur“ gutes Essen. „Was Frau Kaur richtig macht, ist: Sie geht auf die Leute zu, sie lächelt mit den Gästen, sie wechselt ein paar Worte“, beschrieb Dr. Brandstätter den Umgang seiner Kooperationspartnerin mit ihren Gästen. Auch von ihrem Erfolg im Recruiting von Mitarbeitenden, das heute gerade im Bereich der Gastronomie mit großen Herausforderungen verbunden ist, zeigte sich Pressesprecher Raphael Rohe beeindruckt. „Wenn ich einen suche, kommen zwei“, erzählte Navnit lachend.

Ein Team aus 38 Service- und Kochkräften versorgt bereits die Gäste im „Peacock“, im ebenfalls neu eröffneten „Flamingo“ am Flamingoteich und in den im Zoo verteilten Imbissbuden, die teilweise ebenfalls in Navnits und Tarsems Hand liegen. Die in den letzten Jahren etwas dürftige Versorgung im Zoo scheint jetzt jedenfalls gesichert. Und nach dem Genuss einer gefüllten Samosa-Teigtasche ist sich Stadträtin Birgit Zoerner sicher: „Ich komme sowieso wieder.“



Gewinnspiel
Wir verlosen 2 Verzehrgutscheine für das Restaurant Peacock im Wert von je 25 Euro. Der Gutscheinwert kann kann nicht gegen Bargeld eingelöst werden. Besuch des ZOO Dortmund (Eintritt) erforderlich.

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