Buchtipp: „Es war einmal ein Stadion“

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Fans antiker Kultstätten können sich in der Regel sicher sein, dass Erhalt und Pflege der historischen Gemäuer sichergestellt sind. Bei den Kultstätten des Fußballs sieht das schon ganz anders aus: In seinem reich bebilderten Band „Es war einmal ein Stadion“ setzt Werner Skrentny diesen einstmaligen Orten von Triumph, Niederlage und purer Emotion literarische Denkmäler – weitestgehend vergessenen Spielstätten wie Herthas „Plumpe“ sowie immer noch (nach)klingenden Namen wie dem Gladbacher Bökelberg. Zu jedem Beispiel gibt es üppige Informationen hinsichtlich der einstigen Glanzzeiten, aber auch des folgenden Niedergangs. So verhehlt das Buch trotz etlicher Anekdoten nicht seinen melancholischen, mitunter auch empörten Blickwinkel angesichts der vielen schon verschwundenen Zeugen der Zeitgeschichte. Doch natürlich werden auch die „letzten ihrer Art“ beschrieben und ins Bild gesetzt. So nimmt der Autor die Leser mit auf eine nostalgische Reise, die nach seiner Hoffnung dazu beiträgt, dem Erhalt dieser Kulturstätten der Moderne mehr Aufmerksamkeit zu bescheren.

Bei so manchem Fußballfan dürfte er mit dieser Hoffnung offene Türen einrennen – und ihn dazu motivieren, bei künftigen Reisen häufiger mal eine ganz andere Art von „Tempeln“ zu besichtigen.

Buch-Infos
Titel: Es war einmal ein Stadion
Autor: Werner Skrentny
Verlag: Die Werkstatt
Umfang: 176 Seiten
Preis: 24,90 €



Gewinnspiel
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