„Wochenmärkte flächendeckend sichern und ausbauen!“

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Thomas Westphal (l.) auf dem Dortmunder Wochenmarkt in der Innenstadt im Gespräch mit einem Markthändler. (Foto: privat)

„Die Wochenmärkte machen einen guten Teil des Flairs unserer Stadt aus und sind das Herz der Stadtbezirkszentren. Wir müssen dafür sorgen, dass sie dort dauerhaft verankert bleiben und eine gute, profitable Zukunft haben.“ Das stellte der Oberbürgermeisterkandidat der Dortmunder SPD, Thomas Westphal, nach einem Gespräch mit den Markthändlern am Pfingstsamstag auf dem Hansaplatz fest.

Der Einkauf auf dem Wochenmarkt ist für viele Dortmunderinnen und Dortmunder fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Sie schätzen die Märkte wegen ihrer frischen, regionalen Lebensmittel und der besonderen Atmosphäre. Gleichwohl muss man feststellen, die Märkte ihre klassische Versorgungsfunktion bundesweit zunehmend einbüßen.

Um dem entgegenzuwirken, will man nun gemeinsam eine Attraktivitätsinitiative starten, die die 13 Dortmunder Wochenmärkte nicht nur erhält, sondern gezielt stärkt. Dabei ist Westphal, der derzeit bekanntlich Chef der Dortmunder Wirtschaftsförderung ist, überzeugt, dass „wir von Seiten der Stadt mehr Anstrengungen unternehmen müssen, damit unsere Märkte für Händler und Kunden gleichermaßen aufgewertet werden.“

Er sieht dazu zwei wichtige Ansatzpunkte – das Warenangebot und die Aufenthaltsqualität: „Wir müssen mehr Händler überzeugen, auch in den Stadtteilen dabei zu sein, und wir müssen für breitere Sortimente werben, die aber immer Fisch, Käse, Obst und Gemüse beinhalten sollten. Struktur und Angebot müssen dazu einladen, auf dem Markt einzukaufen, sich zu treffen, zu verweilen und bei einem Glas Bier oder Wein das Flair zu genießen und zu plaudern.“ Feierabendmärkte oder Erzeugermärkte hält der Sozialdemokrat u. a. für geeignete Instrumente, um dies zu unterstützen.

Um das gemeinsame Ziel zu erreichen, plant Westphal die Einrichtung einer städtischen Dachgesellschaft, die die organisatorischen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen für alle 13 Wochenmärkte schafft. Westphal: „Wir können so effizient den ordnungsbehördlichen Bereich und die nun neu hinzukommenden Bereiche der aktiven Weiterentwicklung der Wochenmärkte so miteinander verknüpfen, dass ein Unterbau aus einem Guss für alle Wochenmärkte entsteht.“

Dass all das Geld kosten wird, ist dem OB-Kandidaten der SPD klar: „Wenn wir unsere Märkte erhalten und zukunftsfest machen wollen, müssen wir das stemmen.“ Er sei im Falle seiner Wahl dazu bereit und werde den Kontakt zu den Händlern halten und vertiefen.

Wochenmärkte finden derzeit in der City, der Nordstadt, der Oststadt sowie in Brackel, Dorstfeld, Eving, Hombruch, Hörde, Huckarde, Lütgendortmund, Mengede und Scharnhorst statt.

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