Sanierung der Strecke Münster-Lünen: Oberbürgermeister forden Sicherstellung des Fernverkehrs

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Symbolfoto: pixabay

Die Oberbürgermeister der Städte Dortmund und Münster, Ullrich Sierau und Markus Lewe, begrüßen, dass die Deutsche Bahn nun mit der Umsetzung der am 5. April angekündigten Maßnahmen auf der Strecke Münster – Lünen beginnen möchte.

„Die Deutsche Bahn muss sich an der Aussage messen lassen, mit Beginn der Maßnahmen im Januar 2020 spätestens zum Ende der Sommerferien 2020 – also im August 2020 – die Arbeiten soweit fertiggestellt zu haben, dass der Fern- und Nahverkehr zu diesem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden kann“, so Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Sierau weiter: „Möglicherweise kann die Bahn AG Prämien bei vorzeitiger Fertigstellung in die Auftragsvergabe einbinden oder aber auch Strafzahlungen, wenn der Termin nicht gehalten wird. Damit wird ein Anreiz für eine zügige Bauabwicklung und damit frühere Fertigstellung geschaffen.“

Eine Fernverkehrsverbindung zwischen den beiden Oberzentren Münster und Dortmund „muss zwingend auch während des Bauzeitraums von der Bahn AG sichergestellt werden“, betont Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. „Ich erwarte hierzu von der Bahn sehr zeitnah einen qualifizierten Lösungsvorschlag.“ Lewe weist auch auf die intensiven Pendlerbeziehungen zwischen Dortmund und Münster. Diese erforderten „eine durchgehende Sicherstellung der Fernverkehrsverbindung auf der Schiene, damit kein Umstieg von der Bahn auf den Pkw stattfindet.“

Die Deutsche Bahn hatte am 5. April 2019 bekannt gegeben, dass sie sich – nach der erfolgten Prüfung von drei technischen Bauvarianten – für die Sanierung der reparaturbedürftigen Teilabschnitte der Strecke Münster – Lünen für den Einbau eines Spundwand-Stützbauwerks in den Dammkörper entschieden hat. Die DB erläutert, dass bis zum Beginn der Baumaßnahmen die DB-Fachleute unter Hochdruck die Ausführungsplanung und die umfangreichen Ausschreibungsunterlagen erstellen und das Vergabeverfahren durchführen werden.

Die für die Instandsetzung nach Angaben der DB notwendige Vollsperrung auf Teilbereichen soll mit Rücksicht auf den Advents- und Weihnachtsverkehr voraussichtlich im Januar 2020 beginnen. Der Fern- und der Nahverkehr soll mit dem Ende der Sommerferien 2020 wieder in vollem Umfang zwischen Münster und Dortmund fahren können.

Dennoch bleibt die Forderung der Oberbürgermeister der Städte Dortmund und Münster, der Bürgermeister von Ascheberg, Nordkirchen, Werne und Lünen sowie die Landräte der betroffenen Kreise Coesfeld und Unna aus der Resolution vom 29.03.2019 an die Deutsche Bahn bestehen, dass der Fernverkehr in vollem Umfang zwischen Münster und Dortmund in beiden Richtungen (über die Ausweichstrecke Hamm) geleitet wird. Das wäre sicher sehr im Sinne der Bahnkunden.

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