Neue Wirtschaftsflächen für Wachstum und Arbeit

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Auch auf dem Deusenberg finden im Rahmen des Kulturrucksacks Stadtexpeditionen statt. (Foto: IN-StadtMagazine)

Dortmund braucht weiteres Wachstum auch als Antwort auf die Corona-Krise in der lokalen Wirtschaft. Um entsprechenden Unternehmen ideale Bedingungen zu bieten, hat die Stadt nun die Aufgaben des erfolgreichen Sondervermögens „Technologiezentrum Dortmund“ (SVTZ) erweitert. Künftig wird dieses geeignete Wirtschaftsflächen erwerben, entwickeln sowie vermarkten.

Das SVTZ wurde 1998 zur finanziellen wie infrastrukturellen Technologieförderung in Dortmund gegründet. Unter anderem mit zahlreichen Projekten im Technologiepark hat es erfolgreich eine Infrastruktur hervorgebracht, die innovative Technologieunternehmen in die Stadt gelockt und so neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Jetzt hat die Verwaltungsspitze eine Erweiterung der Bestimmung des SVTZ verabschiedet.

„Im Rahmen gesamtstädtischer Zielsetzungen sind die Aufgaben des SVTZ die Identifikation, Entwicklung und Vermarktung von Wirtschaftsflächen mit dem Ziel, erschlossenes Bauland zur Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Das SVTZ ist berechtigt, Grundstücke zu erwerben und zu veräußern und die damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte zu tätigen.“ So heißt es im entsprechenden Beschluss. Damit werden die Aufgaben des Erwerbs, der Entwicklung und der Vermarktung von (potenziellen) Wirtschaftsflächen in Dortmund zentralisiert.

„Erfahrung und Kompetenz vorhanden“
„Wir legen diese zusätzlich Aufgabe in erfahrene Hände. Das Sondervermögen hat in den letzten Jahren in allen Feldern der Technologieentwicklung ob auf Phoenix West, im Technologiepark, im Weißen Feld oder an der B1 herausragend gearbeitet“, äußerte sich Thomas Westphal zur Neuerung. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund ist gleichzeitig auch Betriebsleiter beim SVTZ.

Aufgabe 1: Ausbau von „Im Weißen Feld“
Aktuell soll das SVTZ zunächst die Flächen „Im Weißen Feld/In der Oeverscheid“ entwickeln. Da die Grundstücke „Im Weißen Feld“, auch bekannt als Technologiepark West, mittlerweile fast alle veräußert sind, die Nachfrage jedoch weiterhin groß bleibt, ist eine Erweiterung des bestehenden Gebiets vorgesehen. „Aufgrund der Nähe zum TechnologiePark sowie zur TU Dortmund und anderen wissenschaftlichen Institutionen ist auch weiterhin mit positiven Wachstumseffekten durch Neuansiedlungen, Ausgründungen als Start-ups und natürlich auch durch das Wachstum von Unternehmen, die bisher noch in den Kompetenzzentren des SVTZ eingemietet sind, zu rechnen“, prognostiziert der Wirtschaftsförderer.

Aufgabe 2: Energie Campus an der Emscherallee
Darüber hinaus soll das SVTZ auch die Entwicklung des Energie Campus an der Emscherallee, nördlich der Kokerei Hansa, vorantreiben. Hier wird in den nächsten Jahren ein Zentrum für neue Energie entstehen. In der Kombination aus Wissenschaft und Forschung mit jungen Start-ups und etablierten Unternehmen aus der Energiewirtschaft entsteht hier ein neues Anwender-Zentrum für nachhaltige Energietechnologien, von der Wasserstofftechnik, der Wärmeversorgung bis zu neuen Kältetechnologien.

Ziel ist die Erzeugung von Synergien, durch ähnliche Tätigkeitsfelder der Unternehmen. Durch eine inhaltliche Klammer der Ansiedlungskandidaten ist davon auszugehen, dass sich positive Effekte zwischen den Unternehmen/Institutionen ergeben, die ansiedlungs- und entwicklungsfördernd sein werden. Mit der inhaltlichen Ausgestaltung werden auch Standortkompetenzen berücksichtigt werden, so das für am Standort tätige Unternehmen und Forschungseinrichtungen Vorteile entstehen, da gute Zukunftsthemen für den Standort identifiziert und auf dem Campus entwickelt werden.

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