HWK und IHK zeichnen sechs erfolgreiche Unternehmen aus

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Gründerpreise 2018: Die Preisträger mit der HWK- und IHK-Führungsspitze – (v.l.) Bäckermeister Stefan Mühlenbäumer mit Ehefrau Sarah Mühlenbäumer, Gründer Carsten Schlieter, Dachdeckermeister Robert Neumann, Gründer Fabian Seiffert, Gründer Erkan Doganay, Gründer Nico Fischell, IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann, HWK-Präsident Berthold Schröder, Malermeisterin Tanja Bäumer, HWK-Hauptgeschäftsführer Ernst Wölke und Malermeister Thomas Illi (Foto: Magdalena Stengel)

Neun Gründer von sechs Unternehmen wurden Ende Juni im Bildungszentrum Ardeystraße der Handwerkskammer (HWK) Dortmund mit den Gründerpreisen der HWK Dortmund und der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund ausgezeichnet.

Die Preisverleihung bildete den Abschluss des Aktionstages Existenzgründung, der unter dem Motto „Zukunft.Handgemacht“ stand. Begrüßt wurden die Gäste von HWK-Präsident Berthold Schröder. „Gründer sind für die Wirtschaft so wichtig wie Treibstoff für ein Auto: Sie halten die Wirtschaft in Bewegung und sorgen für neue Impulse. Sie schaffen Arbeitsplätze, sorgen für die Ausbildung junger Menschen und beleben den Wettbewerb.“

IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann betont: „Gerade junge Unternehmen und Startups sind Hoffnungsträger für Innovation und Wandel. Sie sind für die Profilierung eines Gründungsstandorts sehr wichtig, denn sie sorgen für neue Impulse und treiben die Entwicklung der Wirtschaft voran.“ Umso erfreulicher ist, dass in der IHK-Region 2017 mehr als 8.100 Gewerbeanmeldungen verzeichnet werden konnten. Dies entspricht einem Anstieg von gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser positive Trend spiegelt sich ebenfalls in den Beratungszahlen der IHK zu Dortmund wider. „Bei unseren Beratungsgesprächen für Gründer gab es sogar ein deutliches Plus von rund 40 Prozent“, so Dustmann.

Auch bei der HWK Dortmund konnte anders als im Bundestrend eine leichte Steigung bei den Gründungen beobachtet werden, sagt der HWK-Präsident. „Kammerbezirksweit entstanden im letzten Jahr 2.078 neue Betriebe – das sind 1,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit wollen wir uns aber nicht zufriedengeben! Wir brauchen mehr junge, motivierte Unternehmer, die ihre Ideen verwirklichen, die Verantwortung übernehmen und die neue Wege gehen“, so Schröder. Nur auf diese Weise bleibe man innovativ und wettbewerbsfähig.

Das haben die Gründerpreisträger bereits verinnerlicht. Sie alle haben einen erfolgreichen Karrierestart gemeistert. Den Gründerpreis des Handwerks erhielten der Dortmunder Bäckermeister Stefan Mühlenbäumer, die Schwelmer Dachdeckermeister Karsten Neumann und Robert Neumann und die Hagener Malermeister Tanja Bäumer und Thomas Illi. Mit dem Gründerpreis der IHK wurden Erkan Doganay (Ares GmbH „Spiegel 21“) aus Lünen, Nico Fischell (Teichbedarf-Discount und Happykoi) aus Hamm sowie Carsten Schlieter und Fabian Seiffer (Edelhelfer Dortmund Handelsgesellschaft mbH) aus Dortmund ausgezeichnet.

Mit den Aktionstagen wolle man darauf hinwirken, so Schröder, mehr Menschen zu motivieren, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Gründerpreise würden verliehen werden, um besondere Werdegänge hervorzuheben und engagierte Jungunternehmer zu würdigen. „Besonders in Zeiten der Digitalisierung kommt jungen Unternehmen eine wichtige Rolle zu. Denn wer sich selbstständig macht, der möchte Neues ausprobieren. Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen ist eine wichtige Voraussetzung, damit der digitale Wandel gelingt. Gründer, die neue Geschäftsideen verwirklichen oder individuelle Produkte erstellen, treiben damit die Digitalisierung weiter voran.“

Auch der IHK-Präsident sieht noch Luft nach oben. „Ziel muss es sein, das Gründer-Ökosystem in unserer Region weiterhin positiv zu unterstützen, Maßnahmen zur Verbesserung der Gründungskultur weiter zu entwickeln und für mehr Unternehmergeist zu werben“, sagt Dustmann. Das Thema Unternehmertum müsse etwa in den Schulen noch viel präsenter werden. „Bereits die junge Generation sollte wirtschaftliches Denken verinnerlichen und die unternehmerische Selbstständigkeit als eine attraktive Alternative zum Beschäftigungsverhältnis sehen. Hierfür setzen wir uns unter anderem mit der Vergabe des IHK-Schulpreises Wirtschaftswissen ein.“

Jedes Jahr begleiten die Berater von HWK und IHK Hunderte auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Vom ersten Gespräch über das Konzept und die Gründungsseminare bis hin zur Eröffnung des eigenen Unternehmens. „Uns ist es wichtig, nicht nur zu informieren, sondern das jeweilige Gründungsvorhaben individuell zu begleiten, damit der Start in die Selbstständigkeit so reibungslos gelingt wie möglich“, sagt der HWK-Präsident. Über 2.600 Unternehmer hätte die HWK Dortmund in 2017 bei ihrem Gründungsvorhaben unterstützen können. Darüber hinaus machen sich HWK und IHK an entscheidenden Stellen dafür stark, die Rahmenbedingungen für Gründer zu verbessern.

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