Digitalisierung soll Online-Anträge bei der Stadt Dortmund ermöglichen

0
14
Durch eine Aussschreibung soll der bestgeeignete Anbieter für die Stadt Dortmund gefunden werden. (Symbolfoto: pixabay)

Die Verwaltungen in Deutschland haben in den nächsten Jahren die große Chance, sich zu modernisieren. Das zentrale Thema lässt sich dabei leicht auf ein Schlagwort reduzieren – Digitalisierung. Das haben auch die Gesetzgeber des Bundes und des Landes erkannt und mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht, die es den Kommunen ermöglichen sollen, ihre Leistungen für die Bürger*innen sowie Unternehmen auch digital anbieten zu können.

Als Teil des Digitalisierungsprogrammes des IT-Planungsrates werden Bund, Länder und Kommunen durch das Onlinezugangsgesetz verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2022 Verwaltungsleistungen flächendeckend über Online-Verwaltungsportale anzubieten. Die weitgehende Ablösung der papierbasierten Verwaltung sowie die elektronische Aktenführung sind zudem zentrale Bestandteile sämtlicher E-Government-Gesetze des Bundes und der Länder. Ob E-Mails, Briefe, Vermerke oder Vorlagen: Die meisten Dokumente liegen ohnehin bereits originär digital vor.

Ein positiver Effekt für Bürger*innen der Stadt Dortmund und die Verwaltung ist aber nur dann zu erwarten, wenn Dienstleistungen, die online beantragt wurden, auch digital innerhalb der Verwaltung weiterverarbeitet werden. Die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems – kurz DMS – ist dafür eine zentrale Komponente und für eine digitale Aktenführung sowie für dokumentenorientierte Prozesse eine strategische Notwendigkeit.

Vor diesem Hintergrund hatte der Rat der Stadt Dortmund mit Ratsbeschluss vom 15.11.2018 die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für den weiteren Ausbau der elektronischen Aktenführung (E-Akte) sowie für das Dokumenten-Management-System (DMS) zu erstellen. Diesem ist die Verwaltung nachgekommen und hat nach entsprechender Vorbereitung im Mai ein Projekt unter dem Titel DO-DMS initiiert. Seitdem hat die Stadtverwaltung bereits mit vielen Softwareanbietern gesprochen und sich unterschiedliche Lösungen präsentieren lassen. Das Ergebnis dieser Marktanalyse ist eindeutig: die Aufstellung geeigneter Anbieter ist lang. Jetzt gilt es, im Rahmen einer Ausschreibung herauszufinden, welcher der bestgeeignete Anbieter für die Stadt Dortmund ist. Die Entscheidung zur Durchführung des Vergabeverfahrens soll der Rat in seiner Sitzung am 14. November 2019 treffen.

Die Stadtverwaltung verfolgt bei der sich anschließenden Umsetzung einen strikten Zeitplan: Der Vergabeprozess soll Anfang 2020 beginnen und Ende 2020 mit Unterzeichnung entsprechender Verträge abgeschlossen sein. Bis Ende 2021 soll das neue System in noch auszuwählenden Pilotbereichen Anwendung finden, bevor ab 2022 die schrittweise Einführung innerhalb der Stadtverwaltung erfolgt.

Stadtrat Christian Uhr führt hierzu aus: „Mit dem nun eingeschlagenen Weg wird die Stadt Dortmund einen weiteren großen Schritt in Richtung Digitalisierung und Modernisierung machen. Nur mit digitalen Prozessen innerhalb der Verwaltung können wir auch unseren Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäße digitale Services bieten.“

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500