Augen auf beim Strombedarf

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Energieeffizienzklassen kennzeichnen den Stromverbrauch; (Foto: Bundesregierung/Stutterheim)

Mehr als 1.000 Euro gibt eine vierköpfige Familie im Durchschnitt pro Jahr für Strom aus. Ein Viertel bis fast die Hälfte davon geht auf das Konto von Kühlschrank, Waschmaschine und Backofen.

Der Bereich Unterhaltungselektronik und Computer et cetera machen rund 10 bis 25 Prozent unseres Stromverbrauchs aus. Das heißt, unsere Haushaltsgeräte kosten doppelt: bei der Anschaffung wie bei der Nutzung. Der Kauf eines Elektrogerätes will also gut überlegt sein. Zu den größeren Stromverbrauchern im Haushalt gehört der Kühlschrank. Wer also zum Beispiel einen neuen Kühlschrank kaufen will, sollte zuerst überlegen, was für ein Gerät er wirklich braucht. Ein Gerät, das nur zu einem Drittel befüllt ist, verbraucht unnötig viel Strom. Für ein bis zwei Personen ist meist ein Kühlschrank mit circa 70 bis 90 Litern Nutzinhalt ausreichend. Bei einem Mehr-Personen-Haushalt sollte man von circa 40 bis 50 Liter Nutzinhalt pro Person ausgehen.

Wenn Sie schon ein Gefriergerät besitzen, sollten Sie überlegen, ob Sie wirklich ein zusätzliches Gefrierfach im neuen Kühlschrank benötigen. Auch das macht sich an der Stromrechnung bemerkbar. Achten Sie auf einen guten Standort für das Gerät. Sonnenstrahlen oder Wärmequellen in direkter Nachbarschaft kosten zusätzlich Energie. Ein Kühlschrank mit durchschnittlichen Verbrauchsdaten benötigt in 15 Jahren Strom für circa 400 Euro. Ein sparsames Fabrikat dagegen verursacht im selben Zeitraum nur die Hälfte an Betriebskosten.

Kennzeichnung
Orientierung gibt das „EU-Energielabel“, das auf den Geräten aufgeklebt ist. Es verdeutlicht die Energieeffizienz anhand der Buchstaben „A+++“ bis „D“. Das „A“ kennzeichnet dabei besonders stromsparende Geräte, das „D“ besonders ineffiziente. Zur schnellen Orientierung sind sie mit einer Farbskala hinterlegt, die von Grün (sehr effizient) bis Rot (sehr ineffizient) reicht.

Kühl- und Gefriergeräte werden heute praktisch nur noch in Energieeffizienzklasse „A“ oder besser angeboten. Die sparsamsten Geräte tragen ein „A+++“. Ein Kühlschrank dieser Kategorie verbraucht nur etwa 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Produkts, das gerade noch die Kriterien der Effizienzklasse „A“ erfüllt. Das EU-Label informiert nicht nur über den Energieverbrauch. Auch andere wichtige Eigenschaften der Geräte lassen sich daran ablesen. Bei Kühlschränken und Tiefkühltruhen zeigen Piktogramme Volumen und Geräuschpegel des Geräts an.

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