1. Sachstandsbericht zur Smart City Dortmund: es geht voran

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Archivfoto: IN-StadtMagazine

Der Verwaltungsvorstand hat in seiner Sitzung am 08.01.2019 den ersten Sachstandsbericht über die bisherigen Aktivitäten der Stadt Dortmund und ihrer Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zur Entwicklung der Stadt Dortmund zur Smart City zur Kenntnis genommen und die Weiterleitung der Vorlage an die politischen Gremien veranlasst.

Gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen Projekte zur intelligenten und vernetzen Stadtentwicklung initiiert und umgesetzt werden, die die Stadt zum Innovationslabor für neue Konzepte und Projeke machen und insbesondere den Norden Dortmunds („nordwärts“-Gebiet) zum „Schaufenster Smart City“ für die Gesamtstadt und für die Region werden lassen.

Ziel ist es, die Stadt in ihrer Entwicklung zur Smart City zu unterstützen und zu begleiten und damit die politischen Aufträge umzusetzen und die darin definierten Ziele schneller und effizienter zu erreichen.

140 Allianzpartner, 52 Mitglieder im Lenkungskreis, sieben Expertenteams mit 173 Teilnehmenden und rund 1000 Ideen – seit der Gründung der „Allianz Smart City Dortmund – Wir.Machen.Zukunft.“ im Dezember 2016 ist viel passiert.

Ausgewählte Projektergebnisse im Überblick:

Öffentlichkeitsbeteiligung

  • Rund 5800 Personen haben an den Veranstaltungen der Allianz Smart City Dortmund teilgenommen oder wurden im Rahmen von Vorträgen und Podiumsdiskussionen über die Dortmunder Smart City Allianz informiert.
  • Darüber hinaus informierten sich tausende Personen auf diversen Fachkonferenzen und Fachmessen über die Smart City Dortmund.

Vernetzung

  • Durch aktive Mitwirkung an Messen und Konferenzen wurden neue Netzwerke aufgebaut.
  • Die Kooperationsaktivitäten mit den benachbarten Kommunen werden durch den „Interkommunalen Austausch“ intensiviert.
  • Synergien werden genutzt und damit Entwicklungsinitiativen beschleunigt und qualifiziert.

Drittmittel/Förderung

  • Von der Allianz Smart City Dortmund und ihren Partnern sind mehr als 20 Förderanträge auf Bundes-, Landes- und Europa-Ebene mit einem Gesamtprojektvolumen in Höhe von ca. 34,5 Millionen Euro entwickelt worden.
  • Für acht der beantragten Projekte mit einem Gesamtprojektvolumen von mehr als 23,5 Millionen Euro liegen Bewilligungsbescheide vor oder wurden vom Fördergeber bereits in Aussicht gestellt.
  • Beispiele ausgewählter Förderprojekte

„iResilience“: Soziale Innovationen und intelligente Stadtinfrastrukturen für die resiliente Stadt der Zukunft.: Zielsetzung des Projektes „iResilience“ ist die modellhafte Entwicklung und Erprobung neuer Praktiken und Technologien zur kontinuierlichen Verbesserung der urbanen, klimaangepassten Resilienz. Dabei sollen innovative Lösungen für komplexe und dynamische Herausforderungen des Klimawandels und der nachhaltigen Entwicklung gefunden werden. NOX-Block: Mit dem Projekt NOX-Block wird intelligente Ladeinfrastruktur für Elektroautos dort geschaffen, wo sie benötigt wird. Durch die Attraktivitätssteigerung der Elektromobilität wird die Schadstoffbelastung in Dortmund gesenkt.

Überregionale, nationale und internationale Sichtbarkeit

  • Vorträge auf und Teilnahme an internationalen Messen und Workshops zum Thema Digitalisierung und Smart City.
  • Intensiver Aufbau der Partnerschaft zu Dortmunds Partnerstädten Amiens und Rostow am Don sowie Santander im Bereich Digitalisierung und Smart City.
  • Auszeichnung als „Digitalste Stadt“ durch die Stiftung „Lebendige Stadt“.

Chief Information/Innovation Office

  • Einrichtung des Chief Information/Innovation Office (CIO) als Stabsstelle im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates.
  • Als Innovationseinheit hat das CIO den Gesamtüberblick über den Digitalisierungstand der Stadt Dortmund und vernetzt die Digitalisierungsbestrebungen der Stadt sowohl intern als auch in die Allianz Smart City.
  • Zudem ist das CIO als Innovations- und Technologiescout aktiv, um spannende Innovationen und Projekte für die Stadt nutzbar zu machen.

Smart City Management Office

  • Ein fachlich, wissenschaftlich und wirtschaftlich koordinierendes, zentrales Smart City Management Office (SCMO) wurde im Alten Hafenamt eingerichtet.
  • Das SCMO ist Co-Working & Meeting Space (Arbeits- und Besprechungsraum) für die Allianzpartner, Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, Informationszentrum für andere Städte und soll für die Demonstration und Visualisierung von Use Cases (Anwendungsbeispiele) und neuen Technologien genutzt werden.

Projekte

  • Die Allianz Smart City Dortmund hat seit ihrer Gründung im Dezember 2016 eine Vielzahl von Projekten entwickelt, die sich in der Pilotphase bzw. schon in der konkreten Umsetzung befinden.
  • Die Projekte sind überwiegend aus der Zusammenarbeit der Allianzpartner in den bereits beschriebenen Strukturen entstanden. Die Teilnehmenden, darunter auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, konnten sich direkt beteiligen und über die Relevanz vorgestellter Projektansätze abstimmen und sich zeitgleich vernetzen.
  • Der Lenkungskreis hat 27 Projekte als Leuchtturmprojekte mit besonderer Relevanz für die Smart City Dortmund klassifiziert.
  • Zu den Leuchtturmprojekten gehören, neben den bereits genannten Projekten NOX-Block und iResilience, zum Beispiel auch: Smart Service Power: Das Projekt Smart Service Power hilft Menschen einen langen und selbstbestimmten Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Das Projekt wurde bereits mit renommierten Preisen der Europäischen Union ausgezeichnet. Aufbau eines LoRaWAN Netzes durch die DEW21: LoRaWaN ist eine innovative Funktechnik, die ideal für die Übertragung kleiner Datenmengen wie z. B. aus Sensoren der Smart City geeignet ist. Damit ist LoRaWAN ein wichtiger Baustein der Smart City. PuLS – Parken und Laden in der Stadt: Privater Parkraum wird mit Sensorik und Ladeinfrastruktur ausgestattet und auf einer Marktplatzplattform verfügbar gemacht. Die Refinanzierung erfolgt über die Vermarktung des privaten Park- und Ladeplatzes auf einer Sharing-Plattform. Das datengetriebene Geschäftsmodell hilft, den knappen Parkraum und die Ladeinfrastruktur in den stark verdichteten urbanen Gebieten der Stadt effizienter zu nutzen.
  • Die Durchführung und Umsetzung der einzelnen Projekte obliegt den Partnern der Allianz Smart City Dortmund. In einzelnen Projekten ist die Stadt selbst federführend.

So geht es weiter
Die Allianz Smart City Dortmund hat deutschlandweit und international für großes Interesse gesorgt. Das zeigt, dass Dortmund mit der Gründung der Allianz den richtigen Weg eingeschlagen hat. 2019 werden die Allianzaktivitäten weiter ausgebaut und gestärkt.

Der Bereich Internationalisierung wird durch die Partner und das CIO aktiv gesteigert, sodass Dortmund auch international als Smart City bekannt wird.

Ein wichtigstes inhaltliches Thema wird der Umgang mit Daten sein. Dazu wird die Gründung eines Smart City Data Hubs (zentrale Stelle) geprüft, welcher die entstehenden Daten der Smart City vernetzen und verwalten kann. Mit der Gründung eines Daten-Hubs würde Dortmund eine internationale Vorreiterrolle einnehmen.

Nächster Meilenstein ist die Planung und Organisation der Gemeinschaftsausstellung mit begleitendem Kongress der Allianz Smart City Dortmund im Rahmen der Messe „elektrotechnik“ in den Westfalenhallen Dortmund vom 13. bis 15. Februar 2019.

Der gesamte Sachstandsbericht zur Entwicklung der Stadt Dortmund zur Smart City sowie die Projektsteckbriefe sind demnächst auf www.smartcity.dortmund.de im Bereich „Downloads und Links“ zu finden.

Allianzpartner werden
Sie haben Interesse an der Allianz Smart City Dortmund mitzuwirken und Allianzpartner zu werden? Dann schreiben Sie eine E-Mail an smartcity@dortmund.de.

Die Teilnahme ist kostenlos und bietet Ihnen die Chance, sich mit anderen Allianzpartnern zu vernetzen, sich auszutauschen und gemeinsam Projekte zu entwickeln.

www.smartcity.dortmund.de/

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