Wie sieht es aus an der Nortkirchenstraße?

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Der Wilo-Campus (Fotos: IN-StadtMagazine)

Wenn eine ganze Straße weichen muss, stellen die BürgerInnen Fragen. Gerade wenn sie für einen weltweit agierenden Konzern verlegt wird. Doch die im Bau befindliche Verkehrsführung rings um und mitten durch den Wilo-Campus wirkt zukunftsweisend. Ein begrünter Kreisverkehr mit Fußgängerüberwegen und ausreichender Beleuchtung passt zwar zu Dortmunds Tendenz der Autostadt, wird aber auch denen gerecht, die sich hier zu Fuß bewegen.

Damit entspricht die bauliche Entwicklung an der Nortkirchenstraße den Verkehrsplänen, die der Pumpenhersteller mit seinen Mitarbeitenden anstrebt. „Um möglichst viel Nahverkehr hier reinzubringen“, wie Group Vice President Martin Linge-Boom formuliert, hat das Unternehmen intensive Gespräche mit der DSW21 geführt. Auf diese Weise konnte beim Bau „jede Menge Parkplatz gespart“ werden. Denn die Mitarbeitenden nehmen die angebotenen Firmentickets, das Bike-Sharing und das Carsharing „sehr gut“ an.

(v. l.) Martin Linge-Boom, Group Vice President bei Wilo, Birgit Niedergethmann, stv. Leiterin Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und die Architekten Henning Schwieters und Sven Krause

Richten sich diese Angebote ausschließlich an die Mitarbeitenden, so wird der Campus insgesamt offen für alle sein und auch der Bus wird wieder über den Campus fahren. Birgit Niedergethmann legt als stellvertretende Leiterin des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes Wert darauf, „dass das nicht hermetisch abgeriegelt wird“. Vielmehr plant sie mit einer „Aufenthaltskultur“ für die BürgerInnen auf dem Campus.

Diese soll auch durch saubere Luft geschaffen werden – soweit das zwischen Fabrikgebäuden und einer Bundesstraße möglich ist. Während die geplante Dachbegrünung in Dortmund Standard werden soll, geht die Planung mit einem Wassermanagement noch einen Schritt weiter. So wird das Regenwasser gesammelt und für die Bewirtschaftung des Campusgrüns verwendet.

Am 17. Februar nun erhielten Interessierte die Möglichkeit, die neue „Smart Factory“ bei Wilo zu besichtigen. Organisiert wurde die Veranstaltung von „StadtBauKultur“ der Stadt Dortmund, das der Stadtgesellschaft eine Plattform zu Information und Diskussion zur Verfügung stellt.

 

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