Viele Freiwillige meldeten sich zum Maskennähen

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Anka Naatz (l.) und Jutta Quittmann (r.) übergaben 380 Masken an Anja Butschkau (2. v. l.) und Mirja Düwel (2. v. r.). (Foto: AWO)

Bevor die AWO ihren Aufruf an Hobbynäher*innen laut werden ließ, für die Beschäftigten des Verbandes in den Seniorenwohnheimen und Tagespflegeeinrichtungen Masken zu nähen, liefen die Maschinen in und um Holzen schon heiß. Jutta Quittmann und Anka Naatz  – beide arbeiten im Hüttenhospital und beide saßen bis vor kurzem jeden Donnerstag mit einem halben Dutzend weiterer Frauen in der AWO-Begegnungsstätte Am Hasenberg und schneiderten schicke und praktische Sachen aus Stoff – brachten am Freitagmorgen die erste ihrer Lieferungen von Masken zur AWO in der Klosterstraße: genau 358 Stück. Die Masken hatten sie und die anderen Näherinnen aus der Holzener Gruppe in nur wenigen Tagen genäht.

AWO-Vorsitzende Anja Butschkau und Mirja Düwel, die Personalverantwortliche im Unterbezirk, freuten sich sehr über den spontanen und freiwilligen Einsatz der Frauen, die sich nicht zum ersten Mal für die AWO wichtige Nähte zogen.

Weitere 400 Masken brachten ebenfalls bereits am Freitag die Dortmunder*innen zur AWO, die sich auf den Aufruf des Wohlfahrtsverbandes von Anfang der Woche hin gemeldet hatten. An die 300 Frauen und Männer riefen an und wollten mitmachen, so viele, dass eine Warteliste geschrieben werden musste. Immer, wenn neues, zugeschnittenes Material aus der Näherei der Werkstätten geliefert wird – das ist jeden Tag der Fall –, erhalten die Freiwilligen auf der Liste nach und nach einen Anruf, dass das Nähset zum Abholen bereit liegt. In den Wohnheimen und Pflegeeinrichtungen sind die Mitarbeiter*innen sehr froh über den großen Respekt, der ihnen aus der Bevölkerung entgegengebracht wird. Sonst würden sich ja nicht derart viele Menschen an die Nähmaschinen setzen. Zurzeit sind 3.500 Behelfsmasken in Produktion; 4.000 weitere Stoffmasken sollen nächste Woche folgen!

Die Arbeiterwohlfahrt hatte um freiwillige Näher*innen geworben, da Masken für medizinisches Personal und Pflegekräfte nicht zu bekommen sind. „Die Hilfe macht es den Beschäftigten möglich, mit einem weniger mulmigen Gefühl zur Arbeit zu gehen“, sagen Anja Butschkau und Mirja Düwel, die wissen, wie besorgt die Mitarbeiter*innen in den Heimen und Einrichtungen um die Menschen sind, die sie betreuen.

 

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