Transformation Phoenix: Sonderausstellung im Hoesch-Museum

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Verklebt von Birgit Mölle-Weber

„Transformation Phoenix“ heißt eine Sonderausstellung, die das Hoesch-Museum (Eberhardstraße 12) noch bis zum 26. Juni zeigt. Zehn Fotografen der Gruppe „AudioVision Dortmund“ haben sich künstlerisch mit den Standorten der Dortmunder Stahlküche und ihren (Ver-)Wandlungen nach der Stilllegung auseinandergesetzt. Das Gelände der ehemaligen Hermannshütte (Phoenix-Ost, heute PHOENIX See) und das ehemalige Hochofenwerk (Phoenix-West) stehen im Mittelpunkt der Arbeiten, die mit unterschiedlichen Techniken und Ausdrucksmitteln entstanden sind – von der Fotografie und dem Fotocomposing über die Audio-Visions-Schau bis zum PhotoPingere, einer Kombination aus Fotografie und Malerei.

Die Hochöfen scheinen sich an einem ruhigen See zu spiegeln – tatsächlich ist es nur die Reflexion auf einem Autodach. Die Reste des Hochofenwerks von Phoenix-West prägen die Landschaft noch heute. Sie sind ein Zeichen für harte Arbeit und ein herausragendes Dokument der Industriegeschichte von Hörde. Das zersprungene Glas, die korrodierte Mutter einer rostigen Schraube stehen für den morbiden Charme, den man auf den Phoenix-Standorten noch immer finden kann. Die aufgebrochene Oberfläche, die Pflanzenwelt, die langsam die industrielle Welt zurückerobert, sind Ausdruck der Transformation, die die Fotografinnen und Fotografen zum Thema ihrer Ausstellung machen.

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch 13:00–17:00 Uhr
Donnerstag 09:00–17:00 Uhr
Sonntag 10:00–17:00 Uhr