Steinwache eröffnet am Antikriegstag die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“

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Schaulustige sehen zu, wie die Polizei 1942 in Kerpen Jüdinnen und Juden zur Deportation auf Lastwagen verlädt. (Foto: Stadtarchiv Kerpen(

Am morgigen Antikriegstag, 1. September, eröffnet in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache eine Ausstellung, die von Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand handelt: „Einige waren Nachbarn“.

Bis zum 11. Oktober untersucht die Ausstellung des „United States Holocaust Memorial Museums“ aus Washington die Rolle der „gewöhnlichen Menschen“ im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und individuellen Handlungsoptionen.

„Einige waren Nachbarn“ erzählt dabei auch von Menschen, die ihre Mitmenschen nicht verrieten und daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.

Parallel zur Eröffnung findet ab 17:00 Uhr vor dem Haus eine Veranstaltung zum Antikriegstag statt. Es besteht Gelegenheit, die Ausstellung im Anschluss anzusehen.

www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/stadtarchiv/steinwache/index.html

Jüdische Kaufleute werden 1938 in Wien gezwungen, Parolen der von Bundeskanzler Schuschnigg geplanten Volksabstimmung von der Straße zu waschen. (Foto: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)
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