Starkregengefahrenkarte zeigt besonders überflutungsgefährdete Bereiche in Dortmund

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Die Starkregengefahrenkarte kann auf der Internetseite der Stadtentwässerung abgerufen werden. (Symbolfoto: pixabay)

Die heiße Phase des Sommers 2019 beginnt und damit häufen sich die Meldungen über Starkregen: Berlin, Bayern, Niedersachsen – die Folgen von Starkregen werden uns immer wieder unübersehbar vor Augen geführt. Es zeigt sich, welche verheerenden Schäden
Starkregen anrichten kann. Gewässer, die normalerweise kaum Wasser führen, werden plötzlich zu reißenden Strömen. Das Regenwasser bahnt sich oberirdisch seinen Weg und fließt wild über Straßen und Privatgrundstücke ab, wobei oft ein hoher Sachschaden entsteht. Auch Dortmund war in den vergangenen Jahren mehrfach von Starkregenereignissen betroffen.

Bei Starkregen sind wir potenziell alle gefährdet, denn er kann plötzlich und überall auftreten. Je nach Geländesituation kann sich die Gefährdung jedoch deutlich unterscheiden.

Starkregengefahrenkarte zeigt besonders überflutungsgefährdete Bereiche
Um den zunehmenden Herausforderungen durch immer häufiger auftretende Starkregenereignisse zu begegnen, hat die Stadtentwässerung eine sogenannte Starkregengefahrenkarte erarbeitet. Sie dient dazu, Orte im Stadtgebiet aufzuzeigen, bei
denen eine besondere Gefährdung durch Starkregen vorliegt.

Die Karte stellt modellhaft in drei Stufen die maximalen Wasserstände bei Starkregen dar. Flächen, die keine blaue Färbung haben, weisen grundsätzlich eine geringe Gefährdung auf.
Je dunkler der blaue Farbton, desto höher die zu erwartende mögliche Wassertiefe im Falle eines Starkregenereignisses.

Schäden durch Starkregen und Überflutungen vorbeugen
Die Starkregengefahrenkarte ist ein zentraler Baustein eines neuen Konzepts zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit Dortmunds gegenüber Starkregen, das der Rat der Stadt in seiner Sitzung vom 4.7.2019 beschlossen hat. So finden zum Beispiel die Erkenntnisse aus der Starkregengefahrenkarte in Planungs- und Genehmigungsprozessen Berücksichtigung. Besonders gefährdete Bereiche im Stadtgebiet können unter Berücksichtigung der
Schadenspotenziale strukturiert geprüft und bauliche Maßnahmen zur Vorsorge vor Überflutungen gezielt geplant und umgesetzt werden.

Vorsorge funktioniert nur gemeinsam
Einen vollumfänglichen Schutz vor Überflutung kann die Stadtverwaltung technisch und wirtschaftlich alleine nicht gewährleisten. Daher steht immer die Risikominimierung im Fokus. Gemeinsam jedoch können Stadtverwaltung, Grundstückseigentümer*innen, Bürger*innen, Gewerbetreibende und Unternehmen entsprechend ihrer Möglichkeiten dazu beitragen, den Schutz vor den Folgen von Starkregen wesentlich zu erhöhen.

Schützen Sie Ihr Eigentum!
Die Wassermassen, die bei Starkregen anfallen, können nicht immer von den Dachrinnen, Fallrohren, Ablaufkästen und auch nicht von der öffentlichen Kanalisation aufgenommen werden. Als Folge werden Straßen und Grundstücke überflutet und Wasser kann auf verschiedenen Wegen unkontrolliert in die Gebäude eindringen. Damit dies nicht passiert oder die Schäden gering bleiben, liegt die Verantwortung für eine klimafeste Grundstücksentwässerung bei allen Grundstückseigentümer*innen zum Schutz des Eigentums.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die ein Haus vor Wasserschäden schützen können. Zunächst sollten die Betroffenen sich überlegen, wie und wo Wasser konkret in das Haus eindringen könnte.

Die Starkregengefahrenkarte steht der Öffentlichkeit auf den Internetseiten der Stadtentwässerung www.grundstuecksentwaesserung.dortmund.de im Themenbereich Starkregen und Hochwasser zur Verfügung.

Sie kann genutzt werden, um sich frühzeitig über mögliche Beeinträchtigungen eines Grundstücks zu informieren.

Kombinierte Maßnahmen ergreifen
Sobald mögliche Schwachstellen identifiziert sind, kann gezielt entschieden werden, welche Schutzmaßnahmen geeignet und umsetzbar sind. Diese Maßnahmen wirken häufig am besten in Kombination miteinander.

Weitergehende Informationen zu den verschiedenen Schutzmöglichkeiten und Kontaktdaten für eine individuelle Beratung sind auf den Internetseiten der Stadtentwässerung www.grundstuecksentwaesserung.dortmund.de verfügbar.

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