Stadt fördert inklusive Upcycling-Werkstatt aus dem Klimaschutzfonds „Klima ist Heimspiel“

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Ein Lattenrost wird zum Tannenbaum: Katja Schneider, Jennifer Kremer und OB Thomas Westphal in der „WERTstatt" des Vereins MOBILE. (Foto: Stadt Dortmund/Roland Gorecki)

Die Stadt Dortmund fördert mit dem Klimaschutzfonds „Klima ist heimspiel“ lokale Initiativen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Zurzeit sind noch 24.500 Euro im Fördertopf, auf die sich beim Umweltamt beworben werden kann.

Die „WERTstatt“ des Vereins MOBILE, eine inklusive Re- und Upcycling-Werkstatt in der Dortmunder Nordstadt, erhielt eine Förderung aus dem Klimaschutzfonds des Umweltamtes in Höhe von 500 Euro zur Erstellung einer Broschüre in verständlichen Worten und Darstellungen zu den Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Upcycling.

Bei einem Ortstermin bedankten sich Oberbürgermeister Thomas Westphal und Umweltdezernent Ludger Wilde bei Dr. Birgit Rothenberg und Katja Schneider des Vereins MOBILE Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V. für ihr Engagement. „Dortmund braucht solche tollen Initiativen, um der Klimakrise auch lokal begegnen zu können“, so Oberbürgermeister Westphal.

Birgit Rothenberg, Vorstand von MOBILE e. V., freute sich über die Förderung und berichtete, dass sich der 1983 gegründete Verein dafür einsetzt, dass behinderte Menschen als gleichberechtigte Bürger und Bürgerinnen ihre eigenen Lebenspläne entwickeln und verwirklichen können, so wie es auch nichtbehinderten Menschen offensteht. „Wir bieten insbesondere für Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten das Angebot des Ambulant Unterstützten Wohnens an“, führte Birgit Rothenberg weiter aus. Gemäß dieser Zielrichtung hat MOBILE als Träger das Projekt “Die WERTstatt“ entwickelt.

„Hier wird Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten auf konkrete und handlungsorientierte Weise Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt vermittelt“, erläuterte die Leiterin der „WERTstatt“, Katja Schneider. Die Menschen, die in der „WERTstatt“ kreativ tätig sind, erfahren, dass nicht alles entsorgt bzw. neu angeschafft werden muss und hierdurch Ressourcen geschont werden. „Die Broschüre in verständlicher Sprache wird einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten für die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit sensibilisiert werden“, freute sich Schneider.

Die „WERTstatt“ befindet sich im Hinterhof der Missundestraße 10 und ist freitags von 12:00 – 17:00 Uhr für Jeden und Jede geöffnet. Das Mitmachen ist kostenlos. Materialien, Ideen und Know-how werden bereitgestellt. Weitere Gegenstände, Möbel und Kreativität können mitgebracht werden. Aktuell werden aus alten Lattenrosten Weihnachtsbäume erstellt.

Zum Klimaschutzfonds
Das Umweltamt entwickelte den Klimaschutzfonds im Jahre 2018. Die Idee war, lokales bürgerschaftliches Engagement für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu unterstützen, denn häufig mangelt es den überwiegend ehrenamtlich Tätigen an Finanzmitteln.

Ermöglicht wurde dieses städtische Förderprogramm durch einen Preisgewinn beim Wettbewerb ‚Kommunaler Klimaschutz‘, den das Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) 2013 ausgelobt hat. „Viele Bürgerinnen und Bürger setzen sich bereits kreativ und engagiert für den Klimaschutz in Dortmund ein. Mit finanzieller Unterstützung durch den Klimaschutzfonds fällt es leichter“, so Thomas Westphal.

Die damaligen Finanzmittel des Fonds waren daher auch schnell ausgeschöpft. Bislang konnten 22 Projekte aus dem Fonds gefördert werden.  „Ein erneuter Preisgewinn der Stadt Dortmund beim Bundeswettbewerb ,Klimaaktive Kommune 2018‘ in Höhe von 25.000 Euro ermöglicht es uns, das erfolgreiche Förderprogramm fortzuführen“, berichtete Stadtrat Ludger Wilde und ergänzte: „Klar ist, dass dieser Gewinn wieder lokalen Klimaschutzinitiativen zu Gute kommen soll“.

Weitere Infos zum Klimaschutzfonds gibt es hier.

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