„So lange, bis es passt“ – 2. Bürgerdialog PHOENIX See

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Die etwa 100 Stühle im Saal waren beinahe vollständig besetzt. (Fotos: IN-Stadtmagazine)

„Frühlingsanfang, das heißt, es muss jetzt auch allmählich geliefert werden – und das machen wir auch“, zeigt Ullrich Sierau klare Kante und Einvernehmen mit den Bürgerinnen und Bürgern beim zweiten Bürgerdialog PHOENIX See am 19. März, „Ich habe gestern eine Auswertung vorgenommen, ich bin mit meiner Frau einmal um den See gelaufen.“ Sieraus Fazit: Auch wenn bereits Maßnahmen angestoßen wurden, gibt es noch einiges zu tun.

Der erste Bürgerdialog zum Thema PHOENIX See im Dezember war benötigt worden, weil die Bürgerinnen und Bürger „Dampf ablassen“ mussten. Sie hätten sich „alleingelassen“ gefühlt, erzählt Frank Claus von der iku GmbH.

Gemeinsam mit der Stadt Dortmund hat die iku GmbH nun den zweiten Bürgerdialog organisiert. Dabei ging es einerseits darum, abzustecken, was sich aufgrund der Vereinbarungen zwischen BürgerInnen und Stadt im Rahmen des letzten Bürgerdialogs entwickelt habe. Vor allem offene Punkte erforderten Erklärungen. Andererseits wurde gemeinsam das weitere Vorgehen geplant. Langsam merkten die Bürgerinnen und Bürger, dass die Stadt sie nicht allein lasse, sagte Frank Claus.

Vor allem geht es um vier Themen, die die iku GmbH in Arbeitsbereichen zusammengefasst hat: „Sicherheit, Licht und Lärm“, „Verkehr und Parken“, „Sauberkeit und Grünpflege“ sowie „Kommunikation und Austausch“. Konkrete Maßnahmen haben bereits begonnen. So wurden beispielsweise Säuleneichen in den Straßen an den Emscherauen gepflanzt. Um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, herumliegenden Müll zu melden, wurde die App „Dreckpetze“ implementiert. Erste Anwendungen zeigen, dass die Stadt Dortmund die Beseitigung tatsächlich schnell umsetzt.

Zukunftspläne gibt es noch dafür, öffentliche Toiletten am PHOENIX See zu installieren – falls man bei einem Spaziergang von einem „menschlichen Bedürfnis übermannt“ werde, so Sierau – und Piktogramme zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf Fahrbahnen aufzubringen. Ein weiteres Piktogramm soll verdeutlichen, dass das Fahrradfahren in der Fußgängerzone verboten ist.

Im Rahmen des ersten Bürgerdialogs hatten sich Stadt und BürgerInnen außerdem darauf geeinigt, dass ein „Kümmerer“ für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger eingestellt werden sollte. Er hätte gern gesehen, dass der Arbeitsvertrag bis zum Frühlingsbeginn unterschrieben sei, sagte Sierau, jedoch „auch ein Oberbürgermeister kann sich was wünschen, aber trotzdem erfüllt ihm die Verwaltung nicht jeden Wunsch.“ Die Vorstellungsgespräche liefen aber bereits.

Auch wenn es noch viel zu tun gibt, versprach Sierau: „Wir machen das so lange, bis es passt.“ Die nächsten Schritte gingen Stadt und BügerInnen bereits beim zweiten Bürgerdialog, indem sie in Arbeitsgruppen die notwendigen Maßnahmen konkretisierten.

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