Senioren mit einem Mercedes-Benz auf dem Nürburgring

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Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen besuchten Bewohner der Alloheim Seniorenresidenz Schloss Westhusen die Mercedes-Benz-Niederlassung Dortmund. (Fotos: IN-StadtMagazine)

„Natürlich haben die Männer direkt ,hier!’ geschrien“, als man ihnen anbot, die Mercedes-Benz Niederlassung Dortmund zu besuchen, erzählt Fatma Kilic-Haage vom sozialen Dienst der Alloheim Seniorenresidenz Schloss Westhusen. Im Rahmen des Themenmonats „Verkehr damals und heute“ hatte die Seniorenresidenz bei Mercedes-Benz eine Führung für ihre Bewohner angefragt und eine Zusage erhalten.

Daraufhin meldeten so viele Bewohner Interesse an, dass sogar zwei Termine vereinbart wurden, um die Gruppe teilen zu können. Am 9. April besuchten nun die ersten Herren die Niederlassung in der Wittekindstraße. Eine weitere Führung ist für den 15. April geplant.

Besonders interessiert zeigten sich die Männer an der Sprachbedienung der Mercedes-Benz A-Klasse. „Hey, Mercedes“, sprach ein Mercedes-Benz Mitarbeiter den Wagen am Steuer sitzend an. „Hallo, wie kann ich dir helfen?“, tönte die Antwort durch die Verkaufshalle, ganz zur Freude der Zuhörer.

Was jedoch zu eher skeptischen Rückfragen seitens der Besucher führte, war das Elektrofahrzeug, das bei Mercedes-Benz ab September zum Verkauf stehen wird. Das Problem sahen die Männer in der fehlenden Infrastruktur. „Ich bin in Köln und will nach Düsseldorf und kann nicht laden“, schilderte Werner Brinkhoff eine Beispielsituation. Doch Verkaufsleiter Carl Stahlschmidt vertraut auf die Entwicklung des Marktes. Passend zum Thema auf Schloss Westhusen „Verkehr damals und heute“ wählte er eine Anekdote aus den Anfängen des motorisierten Individualverkehrs, um einen heutigen Zusammenhang zu erläutern. Auf der ersten Fahrt mit einem Automobil habe Berta Benz wiederholt an Apotheken angehalten, um reinen Alkohol zu tanken, erzählte Stahlschmidt. Mit der Verbreitung dieser Art der Fortbewegung stellte man fest, dass es mehr „Tankstellen“ bedurfte und entsprechend viele Apotheken siedelten sich an.

Ebenso sagte Stahlschmidt die vermehrte Installation von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge voraus. Und die Bedingungen seien gut: Prinzipiell könnte an jeder Straßenlaterne eine Ladesäule installiert werden.

Gemeinsam mit BMW, Audi, Porsche und Daimler entwickelt Mercedes Strategien zur Optimierung der Elektromobilität, um im Konkurrenzkampf mit amerikanischen Anbietern bestehen zu können. Doch auch hier zeigten sich einige der Besucher skeptisch, denn Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Hersteller würden hierdurch nahezu ausradiert. Diese lägen jedoch im Detail, betonte Stahlschmidt, etwa darin, dass den Kunden wertvolle Informationen über ihre persönliche Mobilität „mundgerecht serviert“ würden. Die richtige Strategie in diesem Bereich werde darüber „entscheiden, ob wir erfolgreich sind oder nicht“. Wenn dieses Modell funktioniere, „dann sind wir in der Zukunft angekommen“.

Doch ein Fahrzeuganbieter wie Mercedes lebt auch von leistungsstarken Verbrennungsmotoren, weshalb Stahlschmidt den Besuchern auch das schnellste Fahrzeug präsentierte, was in den Verkaufshallen zu finden ist. Mit über 500 PS begeisterte es besonders Werner Brinkhoff, der sich lachend an Stahlschmidt wandte: „Können wir dann auf den Nürburgring, wir beide?“ Er war es auch, der im Anschluss an die Führung einen Schlüsselanhänger mit Mercedes-Stern erstand, während seine Mitbewohner es sich bereits bei Kaffee und Kuchen in der Verkaufshalle gemütlich gemacht hatten.

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