Reinoldi-Zukunftspakt – die zweite Runde

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Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch fand persönliche Worte für die angehenden Teilnehmer*innen am Zukunftspakt der Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde. (Fotos: Schule)

43 Schülerinnen und Schüler unterzeichneten im Beisein ihrer Klassenleitungen die Vereinbarungen zur Teilnahme am Projekt „Zukunftspakt“. Da alle Neuntklässler*innen mit ihren Eltern oder Freunden gekommen waren, fanden aufgrund der coronabedingten Hygieneschutzmaßnahmen zwei feierliche Abend-Veranstaltungen im einladenden Foyer der Reinoldi-Sekundarschule hintereinander statt.

 

Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch, Schirmherr des Reinoldi-Zukunftspaktes, lobte in seiner Eröffnungsrede die Bereitschaft der Schüler*innen, sich sozial zu engagieren. Er stellte Ereignisse in den Stadtteilen Mengede, Westerfilde sowie Bodelschwingh heraus, bei denen RZP-Teilnehmer*innen der Schule in der Vergangenheit maßgeblich mitgewirkt hatten.

Viele Bürgerinnen und Bürger würden sich bis heute noch an den Weihnachtsbaum-Verkauf im Rahmer Wald erinnern, wo die grünen Tannen auf Go-Karts zum Auto transportiert wurden, bevor sie in den Wohnzimmern erstrahlten. Auch die schon traditionelle Beteiligung der Reinoldi-Sekundarschule beim Sommerfest in Westerfilde sei in bleibender Erinnerung geblieben: Der Go-Kart-Parcours habe viele junge Besucher*innen angelockt und der Transport der beim plastikfreien, umweltschonenden Sommerfest benutzten Tassen sei durch Schüler*innen der Schule bewerkstelligt worden.

Für dieses Engagement dankte der Bezirksbürgermeister den Anwesenden, forderte gleichzeitig aber auch zu politischem Engagement auf. Er wünschte den Teilnehmer*innen viel Erfolg bei der Erfüllung der hohen Qualitätsstandards des Zukunftspaktes, der nicht nur bei den Kooperationspartnern in den schulnahen Stadtteilen, sondern bei vielen Firmen in der Umgebung ein hohes Ansehen besäße. Im Zuge der feierlichen Unterzeichnung der Teilnahmevereinbarungen fand Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch auch persönliche Worte für jede angehenden Teilnehmerin und jeden Teilnehmer. So fragte er nach den Berufswünschen der Jugendlichen und staunte über die gute Zukunftsorientierung, die er auf eine gewinnbringende Berufsberatung an der Schule zurückführte. Bis auf wenige Ausnahmen konnten die Teilnehmer*innen erläutern, wie ihr Lebensweg nach der 10. Klasse weitergehen soll: Duale Ausbildung, Berufskolleg, Abitur und Studium – alle beruflichen oder schulischen Anschlussmöglichkeiten waren vertreten.

Auch Christian Pätzold, Schulleiter der Reinoldi-Sekundarschule, lobte den Mut der Schüler*innen, sich dieser Herausforderung zu stellen, und dankte ihnen für ihre Bereitschaft, ehrenamtlich tätig zu werden. In einem vom Schulleiter erstellten Video über den Reinoldi-Zukunftspakt wurden die Anwesenden über die Details zusammenfassend informiert:

Der Reinoldi-Zukunftspakt geht in diesem Schuljahr zum zweiten Mal an den Start. Seit dem Schuljahr 2019/2020 schließt er als Erweiterung des Ausbildungspaktes Westerfilde auch die Schüler*innen ein, die keine duale Ausbildung, sondern eine schulische Weiterbildung, z. B. in einer Gesamtschule oder in einem Berufskolleg, anstreben.

Nach Erfüllen der Qualitätsstandards (keine mangelhaften Leistungen auf dem Halbjahreszeugnis der Klasse 10, Beachtung der Regeln des Zusammenlebens in der Schule sowie keine Ordnungsmaßnahme ab Beginn der Klasse 9, 150 Stunden persönliches – soziales, ehrenamtliches und berufsorientiertes – Engagement innerhalb und außerhalb der Schule, die vollständige Durchführung der Inhalte der Berufsorientierung gemäß dem „Dortmunder Berufswahlpass“ sowie das Absolvieren eines Praktikums, eines Workshops in den Ferien oder die Teilnahme an Hospitationsangeboten weiterführender Schulen) erhalten die Teilnehmenden nach 1 ½ Jahren ein Zertifikat und die Zusicherung der Schule, bestmöglich bei der Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle oder einer weiterführenden Schule zu unterstützen.

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