ProFiliis-Stiftung unterstützt Online-Suizidprävention [U25] in Dortmund

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Alwin Buddenkotte (1. v. l., Geschäftsführung SkF e. V. Dortmund), Christin Triebkorn (vorne 2. v. r., Projektleitung [U25]-Dortmund Online Suizidprävention) und Thomas Schieferstein (1. v. r., Vorstand ProFiliis-Stiftung) sowie einige der Beraterinnen und Berater der Online-Beratung. (Foto: ProFiliis)

„In Deutschland nimmt sich durchschnittlich alle 56 Minuten ein Mensch das Leben“, schreibt das Team von [U25] auf seiner Homepage. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen liege diese Rate sogar deutlich höher.

Da gerade junge Menschen häufig das Gefühl haben, keinen passenden Ansprechpartner zu haben, mit dem sie ihre Suizidgedanken thematisieren und so Hilfe erfahren können, wurde mit [U25] ein niederschwelliges Angebot für diese Zielgruppe geschaffen: Eine anonyme und kostenlose Beratung per E-Mail. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Berater selbst Jugendliche und junge Erwachsene sind, die bei [U25] zu sogenannten Peer-Beratern ausgebildet wurden und sich dort pro Woche drei bis sechs Stunden ehrenamtlich engagieren.

Seit April 2016 bietet [U25] Dortmund die Online-Beratung an und unterstützt jährlich rund 200 junge Menschen. Jugendliche und junge Erwachsene mit Suizidgedanken, aber auch in anderweitigen Belastungssituationen nutzen das sogenannte Help-Mail-System und erleben im Rahmen der Beratung zum einen Begleitung in der akuten Krise sowie Aufklärung über weitere mögliche Hilfsangebote.

Bei der Arbeit des [U25]-Teams fallen selbstverständlich einige Kosten an. So wird im Jahr 2019 mit Sachkosten in Höhe von rund 10.400,- Euro gerechnet, die für Miete, Ver-sicherung, Marketing, Verpflegung u. v. m. anfallen. Die entsprechenden finanziellen Mittel werden in diesem Jahr von der ProFiliis-Stiftung bereitgestellt.

Die gemeinnützige ProFiliis-Stiftung wurde Ende 2008 gegründet und engagiert sich seitdem in der Förderung von Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland.

Der geografische Förderschwerpunkt liegt in der „Heimatstadt“ der Stiftung: Dortmund. Darüber hinaus werden regelmäßig Projekte in Ländern der sog. Dritten Welt in Kooperation mit anerkannten Hilfsorganisationen durchgeführt. Mit dem Ziel, Einschränkungen zu überwinden, Begabungen auszubauen und Miteinander zu fördern, wurden bereits zahlreiche Projekte in ganz unterschiedlichen Bereichen (z. B. Bildung, Sport, Kultur, Freizeit, Lebenshilfe, …) unterstützt.

Allein im vergangenen Jahr erhielten 47 Projekte – davon 45 in Dortmund – Förderzusagen, die insgesamt eine Fördersumme von rund 200.000 Euro ergaben.

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