Utz Kowalewski ist Oberbürgermeisterkandidat von DIE LINKE

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OB-Kandidat Utz Kowalewski (hinter der Fahne r.) - neben dem Sprecher des Dortmunder Kreisverbandes, Christian Seyda (l). (Foto: Die Linke)

DIE LINKE geht mit Utz Kowalewski mit einem eigenen OB-Kandidaten bei der Kommunalwahl am 13. September ins Rennen. Die Mitgliederversammlung des Dortmunder Kreisverbandes nominierte am Samstag den Vorsitzenden der LINKSFRAKTION im Dortmunder Stadtrat mit großer Mehrheit für die Wahlen zum Amt des Oberbürgermeisters. Der gebürtige Dortmunder ist mit derzeit 49 Jahren der jüngste Bewerber unter den Kandidat*innen der demokratischen Parteien.

Seit 2010 steht Utz Kowalewski der Ratsfraktion vor und sitzt seit 2009 im Rat. Zuvor war er in den Jahren 2006 bis 2009 Sprecher der Partei DIE LINKE in Dortmund, deren Kreisverband er – anfangs noch als Kreissprecher der Vorgänger-Organisation WASG – maßgeblich in Dortmund mit aufgebaut hat. Die WASG gilt als linke Abspaltung von der SPD, die sich dann mit der ostdeutschen PDS zu heutigen LINKEN vereinigt hat.

Ein Linker als OB-Kandidat. Rechnet er sich da überhaupt Chancen aus? „Seien wir realistisch – versuchen wir das Unmögliche, so lautet ein historisches Zitat. Tatsächlich befindet sich das komplette politische Spektrum derzeit im Umbruch. Da gibt es keine Gewissheiten mehr. Chancen hat, wer die Wähler*innen überzeugen kann“, ordnet Kowalewski seine Wahlchancen ein.

„Denken Sie nur an Thüringen und die derzeitigen Umfragerekorde für Bodo Ramelow“. Aber in erster Linie sei es ihm wichtig, den Wählern in Dortmund eine soziale Alternative zu den drei im Verwaltungsvorstand vertretenen Parteien zu bieten – sowohl bei der OB-Wahl als auch bei der Wahl für den Rat. “DIE LINKE war über weite Strecken der aktuellen Wahlperiode der Oppositionsführer im Dortmunder Rat. Da liegt es nahe, diese Rolle auch mit einer OB-Kandidatur zu unterstreichen.”

Erfahrung mit der Stadtverwaltung und mit politischen Abläufen bringt Kowalewski mit ein. „Ich bringe in diesem Bereich mehr als zehn Jahre Erfahrung mit. Und ein ganz wichtiges Pfund: Ich kenne Dortmund und die Menschen in Dortmund aus dem ff.“ Als Beispiele gibt Kowalewski die Reform der wirtschaftlichen Jugendhilfe und die Verdopplung der Auszubildendenzahlen an, die er mit seinen Fraktionskolleg*innen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung auf den Weg gebracht hatte.

Kowalewski wuchs in Scharnhorst auf, wo er das Abitur an der Gesamtschule machte. „Ich komme aus einem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus. Die Schröder-Agenda 2020 und die Hartz IV-Gesetze haben dann zu meinem parteipolitischen Engagement geführt“, erinnert sich der OB-Kandidat.

Während des Studiums an der Bochumer Uni (RUB) lebte Kowalewski in Dorstfeld. „Mittlerweile liegt mein Lebensmittelpunkt in meinem Direktwahlkreis Wickede“, sagt der dreifache Vater, der neben der LINKEN auch Mitglied beim BUND, im Verein „Mehr Demokratie“ und in der „Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm“ ist.

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Werner Grossmann
Werner Grossmann

Genauso wenigen Chancen auf den OB-Posten, wie die Dame der Grünen!