Schulische Infrastruktur in der Nordstadt: Stadt Dortmund begegnet Raumbedarf mit gezielten Maßnahmen

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Foto: Manfred Jahreis / pixelio.de

Die Schulleitungen der Grundschulen in der Innenstadt-Nord melden mehr Raumbedarf. Überbelegte Klassenräume kommen immer häufiger vor. Die Stadt Dortmund wird der Situation mit gezielten Maßnahmen begegnen.

Um die Platznot langfristig zu entspannen und den Schulen auf den Weg zu bedürfnisorientierten Schulraumangeboten zu verhelfen, hat die Stadt Dortmund ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht. Unter Moderation der „assmann Gruppe“ stellt sich ein Projektteam, in dem die Fachbereiche Schule und Liegenschaften vertreten sind, gemeinsam der anspruchsvollen Aufgabe, ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Schullandschaft der Nordstadt zu entwickeln. Die Nordstadt-Schulleitungen sind an diesem Prozess intensiv beteiligt. Das Konzept wird sowohl für die Grundschulen als auch für die weiterführenden Schulen aufgelegt.

„Die nördliche Innenstadt wird geprägt durch den größten Bevölkerungszuwachs in unserer Stadt und eine sehr hohe Dynamik“, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Diese Situation stellt die Stadt vor besondere Herausforderungen, die wir mit guten Planungsprozessen meistern. In diesem Falle durch eine gute Versorgung mit Bildungseinrichtungen.“

Seit 2015 sind die Schülerzahlen u. a. bedingt durch die Zuwanderung und den demografischen Wandel insbesondere in der Nordstadt stark angestiegen. Zusätzlicher Schulraum konnte durch die Aufstellung von mobilen Raumeinheiten an vier Grundschulen als Sofortmaßnahme oder durch Ausschöpfung von räumlichen Kapazitäten im Bestand geschaffen werden. Dass dies keine Dauerlösung ist, darin sind sich Oberbürgermeister, Schuldezernentin Daniela Schneckenburger und Liegenschaftsdezernent Jörg Stüdemann einig.

„Die bildungspolitischen Ziele müssen sich in einem guten Raumkonzept wiederfinden. Wie im gesamten Stadtgebiet muss auch in der Nordstadt den Ansprüchen der Kinder und Eltern vor Ort Rechnung getragen werden“, so Daniela Schneckenburger. „Die Schulen in der Nordstadt müssen ausreichend Raum und Platz an Lern-und Spielflächen für die Kinder bieten“.

Im Fokus der Entwicklung der schulischen Infrastruktur steht zwar aktuell die Nordstadt, jedoch wird die Schulentwicklung stadtweit im Laufe des 1. Quartals 2019 fortgeschrieben.

Ergebnisse der umfassenden Bedarfs- und Bestandsanalyse werden im Herbst 2018 vorliegen und den städtischen Gremien im 4. Quartal vorgestellt.

Ein erstes Zwischenergebnis zeigt schon jetzt: Bestehende Schulgrundstücke stoßen bald platztechnisch an ihre Grenzen, so dass sich mit Sicherheit sagen lässt, dass es Bedarf für mindestens einen weiteren Grundschulstandort in der Nordstadt gibt. Die Prognose der Schülerzahlenentwicklung folgender Jahre weist bereits auf den Bedarf eines weiteren Standorts hin.

Schon deshalb wird seitens der Verwaltung einerseits der Neubau der Lessing-Grundschule im Unterbezirk Hafen vorangetrieben, als auch der Abriss der alten Anne-Frank-Gesamtschule an der Burgholzstraße forciert. Nach Freimachung des Grundstücks stehen hier ca. 15.000 m² Entwicklungsfläche zur Verfügung.

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