Schulentwicklungsplanung 2018 bis 2023: besonderer Handlungsbedarf bei Gymnasien und Gesamtschulen

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Auch in den Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen der Innenstadt-Nord reichen die vorhandenen Raumkapazitäten nicht aus. (Symbolfoto: pixabay)

Der Verwaltungsvorstand befasste sich in seiner Sitzung am 11. Juni mit dem 3. Zwischenbericht der Schulentwicklungsplanung 2018 bis 2023 für die weiterführenden Schulen.

Der dritte Bericht beschreibt die aktuelle Situation und die Entwicklung der Schülerinnen- und Schülerzahlen in der Sekundarstufe I (Sek I) an den Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen, der Sekundarschule, den Hauptschulen sowie der Sekundarstufe II (Sek II) an den Gymnasien und Gesamtschulen.

„Bis zum Schuljahr 2023 wird der Bedarf an Schulplätzen im Bereich der Sekundarstufe I voraussichtlich um 18 Prozent steigen. Handlungsbedarf zeichnet sich hier insbesondere bei den Gesamtschulen und den Gymnasien ab. Der entstehende Raumbedarf an den Gymnasien wird durch die Rückkehr zu G9 zusätzlich erhöht“, erläutert Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Sie ergänzt: „Auf diese Lage reagieren wir mit kurzfristigen Übergangsmaßnahmen wie mobilen Raumeinheiten und der Einleitung der Verfahren, die dauerhafte Investitionen in die Erweiterung von Schulraum ermöglichen.“

Die Prognosezahlen für die Gymnasien bis zum Schuljahr 2023/24 zeigen einen Bedarf von voraussichtlich zehn Schulzügen. Dies entspricht einer Größenordnung von zwei fünfzügigen Gymnasien.

Die Sekundarstufe II besteht im Schuljahr 2023/24 an Gymnasien erstmalig aus nur zwei Jahrgängen (Q1 und Q2). Die Einführungsphase (EF) entfällt, da ein 10. Jahrgang in der Sekundarstufe I gebildet wird. Dieser Effekt führt im gymnasialen Bereich im Vergleich zu den Statistikwerten aus 2018/19 vorübergehend zu einem Sinken der Schülerinnen- und Schülerzahlen. Danach werden die Zahlen auch in der Sekundarstufe II steigen.

Auch an den Gesamtschulen gibt es Handlungsbedarf. Hier fehlen nach den Prognosezahlen bis zum Schuljahr 2023/24 rund sechs Schulzüge. Zur Deckung bestehender Raumfehlbedarfe wurden mobile Raumeinheiten an Gesamtschulen aufgestellt; weitere werden zu Beginn des Schuljahres 2019/20 folgen. Ein leichter Zuwachs zeichnet sich auch in der Sekundarstufe II der Gesamtschulen ab.

Dieser Bedarf an den Gymnasien und Gesamtschulen könnte durch die Erhöhung der Zügigkeiten an geeigneten Standorten oder durch Errichtung neuer Schulen bzw. eine Kombination dieser Maßnahmen gedeckt werden.

Die Verwaltung soll den Prüfauftrag dafür erhalten. Im Rahmen der Untersuchungen soll auch die Reinoldi-Sekundarschule betrachtet werden. Möglicherweise könnte eine Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule sinnvoll sein.

An den Realschulen werden die vorhandenen Züge nach den Prognosezahlen für das Schuljahr 2023/24 ausreichen. Aktuell gibt es hier hinsichtlich der Schülerinnen- und Schülerzahlen keinen Handlungsbedarf. Hier gilt es, die Entwicklung weiter im Blick zu behalten.

Nach den Prognosezahlen für die Hauptschulen verringert sich der rechnerische Bedarf bis zum Schuljahr 2023/24. Allerdings gibt es hier eine Besonderheit, die andere Schulformen nicht aufweisen: bedingt durch die Nichtversetzung von Schülerinnen und Schülern im Realschulbereich und somit deren Versetzung in die Hauptschulen erfahren diese einen nicht unerheblichen Zuwachs ab dem siebten Jahrgang. Das macht eine „Mehrklassenbildung“ an einigen Hauptschulen in der siebten Jahrgangstufe notwendig und könnte an einzelnen Hauptschulstandorten zu Kapazitätsengpässen führen. Es ist daher zu untersuchen, wie mögliche Raumbedarfe gedeckt werden könnten.

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