Kombinierte Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung gegen Raser am Südwall

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Der Verwaltungsvorstand nimmt den Sachstandsbericht zur Problematik der Rotlichtüberwachung zur Kenntnis und beschließt, die notwendigen Finanzmittel für eine weitere kombinierte stationäre Geschwindigkeits-und Rotlichtüberwachung am Standort Südwall, gegenüber der Einfahrt Tiefgarage Friedensplatz bereitzustellen.

Neubewertung der Situation nach Unfall
Der Verwaltungsvorstand hat dem Ordnungsamt den Auftrag erteilt, die Problematik der Rotlichtüberwachung zu überprüfen. Aktuell ist eine solche Anlage bereits im Bereich B 1/Höhe Lübkestraße in Fahrtrichtung Bochum in Betrieb. Derzeit existieren auf dem Markt weiterhin keine mobilen Rotlichtüberwachungsanlagen, daher können nur stationäre, kombinierte Geschwindigkeits-/Rotlichtüberwachungsanlagen eingesetzt werden.

In Dortmund liegt die Zuständigkeit für Signalanlagen und deren Auswirkungen auf den Verkehrsfluss beim Tiefbauamt. Der Einrichtung neuer stationärer Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen muss ein positives Votum der Unfallkommission zugrunde liegen.

Bevor es aufgrund eines Unfalls auf dem Südwall in Höhe der Einfahrt zur Tiefgarage Friedensplatz gekommen ist, hatte das Tiefbauamt bereits eine generelle Überprüfung von Gefährdungsschwerpunkten vorgenommen. Im Ergebnis wurde die Situation als unauffällig eingeschätzt. Im Rahmen der Untersuchung  wurden die Beobachtungen vor Ort sowie Möglichkeiten und Vorschläge zur Verbesserung der spezifischen Verkehrssituation zusammengefasst und wenn möglich direkt umgesetzt. Die Neubewertung der Situation am Südwall lässt nun die Errichtung einer kombinierten stationären Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung am Standort Südwall rechtfertigen.

Weitere Maßnahme: Neusteuerung der Ampeln
Diese Maßnahme ist auch ein weiterer Baustein im Kampf gegen die Raserszene auf dem Wall. Ergänzt wird dieses Maßnahmenpaket durch eine Veränderung der Taktung der Lichtsignalanlagen (Ampeln) auf dem Wallring durch das Tiefbauamt. Zur weiteren Bekämpfung der Raserszene hat das Tiefbauamt die Koordinierung (Grüne Welle) der Lichtsignalanlagen auf dem Wallring einer tiefergehenden Prüfung unterzogen. Das Ziel der Untersuchung war die Vermeidung der durchgängigen Befahrung der Grünen Welle mit erhöhter Geschwindigkeit während des Nachtprogramms (20 bis 6 Uhr).

Zusätzlich zu den vorhandenen und geplanten Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen wird die Signalsteuerung an den Lichtsignalanlagen Hoher Wall / Grafenhof – Josephstraße (LSA 0515) und Hiltropwall / Hövelstraße – Luisenstraße (LSA 0178) im Nachtprogramm angepasst. Durch die neue Taktung an der LSA 0515 und eine Änderung an der LSA 0178 wird das Rasen entlang des Wallringes für diesen Bereich nachhaltig unterbunden. In Kombination mit den Überwachungsanlagen werden so die bestehenden Hotspots auf dem Wallring abgedeckt.

Maßnahme kostet 110 000 Euro
Die Unfallkommission hat daher in einer außerordentlichen Sitzung im Juli 2019 der Installation einer kombinierten Rotlicht-/Geschwindigkeitsmessanlage auf der Basis von Lasertechnik zugestimmt. Die benötigten investiven Kosten in Höhe von rund 110 000 Euro zuzüglich weiterer Kosten für die Installation der Anlage werden aus dem gesamtstädtischen Haushalt finanziert.

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