Dortmund liegt im Fördermittelabruf voll auf Kurs

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OB Ullrich Sierau bewertet die Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde als eines der Highlight-Projekte im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes I); (Foto: IN-StadtMagazine)

Mit insgesamt 3,5 Mrd. Euro fördert der Bund im Zeitraum von 2015 bis 2020
kommunale Investitionen in verschiedene Teilbereiche der Infrastruktur, so z. B. städtebauliche Maßnahmen, Maßnahmen zum Lärmschutz und den Ausbau von Breitbandverbindungen. Auch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur können gefördert werden, allerdings nur insoweit, als der Bund auch Gesetzgebungskompetenz hat. Die Fördermöglichkeiten beschränken sich hier daher im Wesentlichen auf Investitionen in die frühkindliche Infrastruktur und in die energetische Sanierung von Schulgebäuden.

Dortmund hat bereits 57,6 Millionen von den 75 Millionen Euro an Bundesfördermittel im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes Kapitel I (KInvFG I) abgerufen.

Quote von 75 Prozent
„Mit einer Quote von 75 Prozent liegt die Verwaltung weit vorne im aktuellen bundesweiten Trend. Das ist eine Spitzenleistung“, unterstrich Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Bundesweit wurden (mit Stand zum 3. September 2019) 1,68 Mrd. Euro abgerufen. Das entspricht einer Quote von 48,0 Prozent. Der Fördertopf des Bundes ist also noch halb voll, obwohl das Programm des Bundes nach 4 Jahren Laufzeit bereits im nächsten Jahr endet. Allerdings können Gelder auch noch bis Ende 2021 angefordert werden. An den Projekten, die aus dem Topf finanziert werden, müssen die Gemeinden 10 Prozent der Kosten selbst finanzieren.

Mit dem Programm fördert der Bund Investitionen, energetische Sanierungen
von Kitas und Schulen, Maßnahmen gegen Lärm und zur Luftreinhaltung oder
die Modernisierung von überbetrieblichen Bildungseinrichtungen, so auch in
Dortmund, wie das Beispiel der Reinoldi Sekundarschule aufzeigt:

Am Beispiel der Reinoldi Sekundarschule
In der Investitionskonferenz am 26.04.2016 wurde der Abriss und Neubau des
Schulkomplexes mit 18 Klassenräumen für ca. 540 Schülerinnen und Schüler
entschieden. Die Reinoldi Sekundarschule konnte innerhalb des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes dem Förderbereich Städtebau
zugeordnet werden und wurde deshalb im Zusammenhang seiner Bedeutung für
den Stadtbezirk in das Förderprogramm aufgenommen.

„Das pädagogische Konzept einer Schule kann nur so gut gelingen, wie die Räumlichkeiten das hergeben – und wir machen hier einen ganz großen Sprung“, unterstrich Schulleiter Christian Pätzold. Er bezeichnete das neue Schulgebäude mit dem geflügelten Begriff des „dritten Pädagogen“, nach der die Lernumgebung wesentlichen Einfluss auf den Bildungserfolg der Schüler*innen hat. „Den unterschiedlichen Kindern und Lerntypen kann in diesen Räumen entsprochen werden“, so Pätzold

Oberbürgermeister Ullrich Sierau freute sich, dass den Wünschen
entsprochen werden konnte, indem die Voraussetzungen baulicher Art
geschaffen werden, damit die pädagogischen Konzepte umgesetzt werden
können. „Das Projekt der Sekundarschule“, so Sierau, „gehört zu den
Highlight-Projekten im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes I
.“

Das neue Schulgebäude wurde im Nordwesten des Schulgrundstücks, abgerückt
von der Straße positioniert. Hierdurch konnte der Neubau im laufenden
Schulbetrieb errichtet werden und Interimslösungen (Container) entfallen.

Die U-förmige Gebäudetypologie bildet den Gebäuderücken zum Feld aus und
positioniert sich mit der Öffnung einladend zum Campus. Das im Erdgeschoss
angeordnete Forum wird zum Mittelpunkt des Gebäudes, die südlich positionierte Mensa wird geometrisch zur Mitte des Schulhofs. Schüler*innen, Lehrerschaft und Besucher*innen nehmen das dreigeschossige Gebäude über die Straße „Im Odemsloh“ wahr und werden in die Mitte zum Haupteingang des Neubaus gelenkt.

Das dreigeschossige Gebäude wird über Arkaden in den Zugängen erschlossen.
Neben einer Terrasse im 2. Obergeschoss erhält das Gebäude einen Lichthof ab dem 1. Obergeschoss im Bereich der Gebäudemitte. Dieser Hof belichtet die notwendigen Flure und die anliegenden Räume. Das Gebäude wird vertikal über zwei notwendige Treppenhäuser und einen barrierefreien Aufzug erschlossen.

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