Alt-Bürgermeister Lorenz Ladage feierte 85. Geburtstag

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Lorenz Ladage (5. v. r.) während der Feierstunde. (Foto: Stadt Dortmund/Roland Gorecki)

Dortmunds Alt-Bürgermeister Lorenz Ladage feierte im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus am 18. Mai 2018 seinen 85. Geburtstag.

Bei dieser Feierstunde hielt Bürgermeisterin Birgit Jörder eine Rede, in der es unter anderem hieß: „Jeder der hier Anwesenden kennt den Lebensweg von Lorenz Ladage und weiß um seine Verdienste, ob als Caritas-Geschäftsführer, als Ratsmitglied, als Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion und schließlich als Bürgermeister unserer Stadt. Es würde den zeitlichen Rahmen sprengen, all das Engagement unseres Altbürgermeisters aufzuzählen, besonders erwähnen möchte ich jedoch das Engagement für die Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Netanya und die deutsch-israelische Aussöhnung.”

„Ich denke, dass die erhaltenen Auszeichnungen einen guten Hinweis geben auf das von Verantwortung für die Mitmenschen und Gemeinwohl geprägte Engagement. 1974 haben Sie, Herr Ladage, den Ehrenring der Stadt Dortmund erhalten, 1989 die Stadtplakette. Im Jahr 1981 wurden Sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, 1995 erhielten Sie das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. 2001 erfolgte die Ernennung zum Komtur des Sylvesterordens durch Papst Johannes Paul II.”

„Als ,Mann des Ausgleichs‘ waren Sie immer um Kompromisse und einvernehmliche Lösungen bemüht, ohne dabei Ihren eigenen Standpunkt aus den Augen zu verlieren. Ihr Rat war deshalb auch über die Parteigrenzen hinaus stets gefragt. Auch an den heutigen Gästen sieht man, dass die Ihnen entgegengebrachte Wertschätzung nicht an Parteigrenzen halt macht.”

„In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, lieber Herr Ladage, eine schöne Geburtstagsfeier hier im Saal Westfalia, viel Gesundheit, Lebensfreude und Glück und bin fest davon überzeugt, dass wir uns zu Ihrem 90. Geburtstag hier wiedersehen werden.”

Weitere Informationen zu Lorenz Ladage:
Nach der Volksschule absolvierte Lorenz Ladage, der am 18. Mai 1933 in Neheim/Kreis Arnsberg geboren wurde, eine Lehre im Handwerk als Karosseriebauer. In diesem Beruf arbeitete er rund acht Jahre und engagierte sich als Jugendvertreter und Betriebsratsmitglied. Im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme besuchte er danach das Katholische Soziale Institut in Bad Honnef.

1958 kam er nach Dortmund und übernahm hier die Stelle als Bezirkssekretär der KAB. Von 1970 bis 1996 war er Geschäftsführer der Caritas in Dortmund. Der Caritasverband Dortmund ist einer der bedeutendsten in der Bundesrepublik, und in der Zeit des Geschäftsführers Lorenz Ladage wurde unter anderem der Ausbau der Altenhilfe, der Bau von Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie der Ausbau der ambulanten Hilfe durch Caritas-Pflegestationen vorangetrieben. Sein Lebensweg wurde durch das katholische Elternhaus und die persönlichen Ordnungsvorstellungen geprägt. Seine christlich geprägte politische Überzeugung führte ihn über die Jugend- und Verbandsbewegung zur CDU und CDA.

Im Jahre 1964 wurde er von der CDU Dortmund aufgefordert, für den Rat zu kandidieren und 1966 übernahm er den Vorsitz der CDU-Fraktion. Nach der Kommunalwahl 1984 gab er den Vorsitz der Fraktion ab und wurde auf Vorschlag der CDU zum 1. Bürgermeister der Stadt Dortmund gewählt.

Neben seiner politischen Tätigkeit als CDU-Ratsmitglied und Bürgermeister ist er stellvertretender Vorsitzender der Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und war viele Jahre Mitglied des Vorstandes im Städtetag NW. Als Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Städtefreundschaft zwischen Dortmund und Netanya/Israel liegt ihm die Förderung des Jugendaustausches und damit verbunden die Versöhnung mit der Vergangenheit besonders am Herzen. Er ist einer der Taufpaten der „Arbeitsgemeinschaft Alkoholfreier Stand Dortmund“, der sich aktiv – vor allem bei Jugendlichen – mit dem Alkoholmissbrauch und seinen Folgen beschäftigt. Sein soziales Engagement findet Fortsetzung als Mitglied im Vorstand des Vereins zur Förderung Geistigbehinderter e. V. Dortmund.

Am 30. September 1999 schied er als Bürgermeister aus und wurde vom Rat zum Alt-Bürgermeister ernannt

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