Offenes Internet für alle – Freifunk Dortmund e. V. trifft sich auch in Hörde

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(v. l.) Michael Aselmann, Petra Liebherr und Frank Beythien arbeiten am Freifunknetz in Dortmund. (Foto: IN-StadtMagazine)

Was die Digitalisierung betrifft, gerät Deutschland immer mehr ins Hintertreffen. Das hängt nicht zuletzt mit einem einschränkenden Umgang mit dem Zugang zum Internet zusammen – sei es aus Datenschutzgründen, wegen komplexer juristischer Regelungen oder finanzieller Interessen.

Der Verein Freifunk Dortmund möchte dem entgegenwirken, indem er ein offenes Netz für alle aufbaut. Über privat aufgestellte Router wird dieses Netz zunehmend dichter.

Das Internet hat viele Informationsprozesse erleichtert, „sei es die Fahrplanauskunft, die Wettervorhersage oder wen auch immer erreichen“, sagt Petra Liebherr, die am 12. Februar zum Freifunk-Treffen ins Café Aufbruch gekommen ist. Regelmäßig treffen sich hier alle Interessierten, um Probleme zu beheben und Fragen zu klären. Gemeinsam mit Liebherr sitzt ein ausgebildeter Netzwerkingenieur am Tisch, der über die Freiwilligenagentur auf den Verein aufmerksam geworden ist. Nun denkt er darüber nach, die Mitglieder und weitere Interessierte ehrenamtlich beim Aufbau des Netzes zu unterstützen.

Es ist ein gemeinnütziges Anliegen, „freien Internetzugang für möglichst viele Menschen aufzubauen“, wie Liebherr formuliert. Zwischen einigen der 40 bis 50 Router in Hörde beziehungsweise etwa 900 in Dortmund und den umliegenden Städten konnte bereits ein Netz gewoben werden, das eine Kommunikation einiger Router untereinander ermöglicht. „Wenn ich mit dem Handy spazieren gehe, reicht der eine mich an den anderen weiter“, verdeutlicht Liebherrs Kollege Frank Beythien die technische Funktionsweise. Bis zu 3.500 Nutzer täglich kann der Verein in Dortmund bereits verzeichnen.

Doch der Freifunk ist bei Weitem noch nicht überall in Hörde verfügbar. Deshalb bemüht sich der Verein weiterhin darum, technische Probleme zu beheben und weitere Menschen von ihrem Vorhaben zu überzeugen.

Die Standorte der Freifunk-Router sind über map.ffdo.de abrufbar, werden jedoch nach und nach auf map-ng.ffdo.de umziehen.

Das Freifunk-Treffen findet an jedem 2. Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Café Aufbruch, Hintere Schildstraße 18, 44263 Dortmund, statt und ist offen für alle Interessierten.

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