Naturnahe Infrastruktur: Amt für Stadterneuerung bittet Bevölkerung von Huckarde und Mengede um Unterstützung

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Bei dem Projekt ProGIreg geht es um die Stärkung der grünen Infrastruktur in ehemals industriellen Bereichen. (Deusenberg-Foto: Stadt Dortmund)
© ICLEI European Secretariat GmbH

Auf der Fläche der Stadtbezirke Huckarde und Mengede plant das Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund in den nächsten Jahren farbenfrohe Wiesen für Insekten, Hochbeete für gemeinsames Gärtnern, Gewächshäuser mit Gemüse und Fischzucht und den Vertrieb der Produkte direkt vor Ort.

Im Fachdeutsch heißt das „produktive Grüne Infrastruktur für die post-industrielle Stadterneuerung“, kurz ProGIreg. Das Forschungsprojekt läuft über fünf Jahre und wird von der EU finanziert. Eine Begleitung durch die Menschen in den Stadtbezirken Huckarde und Mengede ist dabei von zentraler Bedeutung. Die Projektmacher wollen nun von den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erfahren, was sie von den Ideen halten, welchen Nutzen sie darin sehen und natürlich, ob sie auch Lust und Zeit haben, ein Teil davon zu sein.

4000 Anschreiben
Ab Mitte Oktober sind bis zum Jahresende Studierende in den Stadtteilen unterwegs, um Meinung und Ideen oder auch Anregungen und Tipps mithilfe von Fragebögen bei den Menschen einzuholen. Dieses Interview beinhaltet Fragen zum Kontakt mit der Natur, zur Gesundheit, zum Wohlbefinden und zum sozialen Leben. Die Umfrage dauert ca. 35 Minuten und findet direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern statt. Mit einem Anschreiben möchte das Amt für Stadterneuerung nun 4000 Bürgerinnen und Bürger in den Stadtbezirken dazu ermuntern, an der Umfrage teilzunehmen. Interessierte können sich nach Erhalt des Briefes zur Vereinbarung von Interviewterminen – oder aber auch zur Klärung von Fragen – an die Kontaktadresse für das Projekt wenden.

Folgebefragung in drei Jahren
Um zu erfahren, ob sich das (Er)Leben, die Wahrnehmung oder die Umgebung durch die durchgeführten Projekte verändert haben, soll in ca. drei Jahren eine neue Befragung durchgeführt werden. Willkommen sind dann Meinungen und Einschätzungen zu den abgeschlossenen Projekten. Die Teilnahme an der Befragung leistet einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung, Einführung, Erprobung, Entwicklung und Veränderung von Infrastruktur in der Stadt – ein zukunftsträchtiges Thema, das uns alle angeht.

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Hasan Eker
Hasan Eker

Nachdem Sturm vor einigen Jahren sollten auf einigen Wiesen (z. B. Gustav Heinemann Park) für zerstörte und gefällte Bäume, nur noch Obstbäume (tiefwurzler) gepflanzt werden!
Der Antrag wurde damals durch die BV-Huckarde abgesegnet.
Wo sind diese Bäume? Wie viele wurden neu gepflanzt und wo stehen Sie im Park?