Nachhilfe in Sachen Lust und Liebe während des Nachmittagspaziergangs

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Der Arbeitskreis Sexuelle Bildung der AWO hat sich am Dienstag aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens an 2 Standorten der Öffentlichkeit präsentiert. (v. l. Stefanie Menneken vom Jugendamt, Katharina Sonnet von Lebedo, Alexandra Demel vom Jugendamt und Anne Lanfermann vom Förderverein zur Bakämpung von Aids mit ihrem Infostand an der Reinoldikirche. (Fotos: AWO)

Die richtigen Quiz-Antworten waren nicht das Wichtige, sondern das Gespräch über die Themen an sich: Lust und Liebe, Sex und Gefühle, Coming Out und Recht sowie sexuell übertragbare Infektionen – viele Menschen, die am Dienstag an einem der beiden Stände des Dortmunder Arbeitskreises Sexuelle Bildung  stehen blieben,  gingen nach der Unterhaltung mit mehr Wissen weiter als sie vorher hatten. Von unterschiedlichen Kondomgrößen hatten einige Standbesucher*innen hier zum ersten Mal gehört wie auch von dem lateinischen Namen Frenulum für das Vorhautbändchen. Ob alles gewusst war oder nicht: Als Preis gab’s auf jeden Fall Gummis – Gummibärchen und Kondome.

20 Jahre existiert der Arbeitskreis mittlerweile. Dieser Geburtstag sollte im Herbst mit einer Aktionswoche gefeiert werden. Die wurde gestrichen aus Vorsicht vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus. Und da auch die meisten Unterrichtsbesuche der Vereine, die im Arbeitskreis Mitglied sind, im ersten Halbjahr ausfielen, überlegte man sich die Aktion mit den Info-Ständen. Sowohl im Westpark wie an der Reinoldikirche konnten Interessierte erst auf Dosen werfen und am Glückrad drehen, dann Quizfragen beantworten und sich viele Broschüren mitnehmen, die viel Wissenswertes enthalten. „Wir hatten drei Stunden lang gut zu tun“, sagt Mareike Wellner von der AWO. „Interessierte jeden Alters machten mit.“

(v. l.) Michael Schank vom Sozialen Zentrum, Sophie Prickler von der Aidshilfe und Mareike Wellner von der AWO informierten im Westpark.

Mareike Wellner, Michael Schank von Sozialen Zentrum und Sophie Prickler von der Aidshilfe kamen im Westpark ins Gespräch mit Jugendlichen und Erwachsenen, vor der Reinolidkirche betreuten den Stand und die Passant*innen Katharina Sonnet von Lebedo, Anne Lanfermann vom Förderverein zur Bekämpfung von Aids sowie Alexandra Demel und Stefanie Menneken vom Jugendamt.

Alle Vereine und kommunale Beratungsstellen, die sich im Arbeitskreis zusammengetan haben, bieten Workshops zur sexuellen Bildung in Schulen und Jugendzentren an. „Wir sind sehr gut gebucht. Man kann schon sagen: Es gibt zu wenig von uns“, so Mareike Wellner, die auch für die Kooperationspartner*innen spricht.

Wer in den Schulstundenplan oder das Jugendzentrum-Programm eine Weiterbildung in Sachen Körper und Gefühl, das erste Mal, Verhütung und Sex und Gesetz aufnehmen möchte, wendet sich direkt an die Arbeitskreis-Mitglieder. Der Flyer mit den Adressen und Telefonnummern aller ist im Netz auf der Seite www.awo-dortmund.de/sexual-bildungsarbeit zu finden

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