Masernfälle in Westerfilde und Bodelschwingh – Gesundheitsamt rät zur Impfschutz-Prüfung

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Der Ausschlag beginnt zuerst im Gesicht.

In Dortmund gibt es einen Masernausbruch: Dem Gesundheitsamt sind bisher sieben Fälle überwiegend in Westerfilde und Bodelschwingh gemeldet worden. Zunächst unerkannte Masernerkrankungen bei Erwachsenen haben offenbar zu weiteren Ansteckungen geführt. Bei Umgebungsuntersuchungen fand das Gesundheitsamtes dann weitere Fälle, die Kinder betrafen. Die Haus- und Kinderärzte in Westerfilde und Bodelschwingh wurden bereits informiert und um besondere Aufmerksamkeit gebeten.

Da auch im Umfeld der Westhausen-Grundschule ein Masernfall aufgetreten ist, wurden auch die Eltern der Schule mit einem Schreiben informiert. Darin werden sie gebeten, den Masernimpfschutz ihrer Kinder zu kontrollieren und, falls nötig, diesen beim Kinderarzt oder Hausarzt vervollständigen zu lassen. „Die aktuelle Situation sollte für alle Eltern Anlass sein, den Impfschutz ihrer Kinder zu kontrollieren und gegebenenfalls zu vervollständigen“, so Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts.

Bereits vor mehreren Wochen war es zu einem Masernausbruch in Duisburg gekommen, der bis heute andauert und bei dem inzwischen über 140 Fälle gemeldet wurden. Einen direkten Zusammenhang der beiden Ausbrüche kann das Gesundheitsamt bisher nicht bestätigen. Während in Duisburg besonders eine rumänische Bevölkerungsgruppe betroffen ist, sind es in Dortmund mehrheitlich polnische Mitbürger.

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hochansteckende Erkrankung mit hohem Fieber, Hautauschlag und häufig auch mit Komplikationen. So kann es im Verlauf der Erkrankung zu Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder zu der gefürchteten Hirnentzündung (Masernenzephalitis) kommen.

Besonders schwerwiegend ist die SSPE, eine Spätkomplikation, die fast ausschließlich Kinder betrifft, die sich sehr jung mit Masern infiziert haben. Eine Heilung gibt es nicht, die Komplikation endet immer tödlich. Nach Informationen des Robert Koch-Institutes kommen bei Kindern unter 5 Jahren auf 100.000 Erkrankungen bis zu 60 Fällen von SSPE. Ein ausreichender Impfschutz ist also sehr wichtig. Die Masern-Erkrankung kann nur durch die zweimalige Impfung verhindert werden, möglichst als Kombinationsimpfung Masern, Mumps und Röteln.

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