„Marten aktiv“ weitet Aktivitäten aus – Nachbarschaftshilfe soll auch „nach Corona“ fortbestehen

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Margarete Konieczny (2. v. l.), Axel Wolff (2. v. r.) und einige Martener Gewerbetreibende mitsamt dem Motto der Nachbarschaftshilfe. (Foto: Marten Aktiv)

Ullrich Sierau bedankte sich bereits per Brief, und seit kurzem beteiligt sich sogar der BVB: Die Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“, als halb-private Einkaufhilfe gestartet, hat in der Zeit ihres Bestehens eine erstaunliche Entwicklung hingelegt.

So sind beispielsweise seit Anfang April zum Lieferservice noch weitere Standbeine hinzugekommen: Neben der finanziellen Unterstützung von in finanzielle Not geratenen Personen bei der Begleichung ihrer Energiekosten ist das, als dritter Spross, inzwischen auch noch eine Solidaritätshilfe bei einer kurzfristig notwendigen Anschaffung lebenswichtiger Elektrogeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Herd.

Denn finanzielle Schieflagen gibt es in der Folge der Corona-Krise im Ortsteil Marten derzeit leider genug. Die Initiatoren von „Marten aktiv“ versprechen allen Hilfesuchenden, sich zeitnah bei ihnen zurückzumelden und um ihre Belange zu kümmern. Das klingt irritierend unbürokratisch – ist es letztlich aber offenbar auch: Wer bei der Nachbarschaftshilfe vorstellig wird, muss seine Bedürftigkeit glaubhaft machen und den Erhalt der Hilfssumme per Unterschrift quittieren. Das war’s im Grunde – und die Organisatoren Margarete Konieczny und Axel Wolff betonen unisono, dies sei in ihrem Stadtteil auch in gerechter Weise zu leisten.

Bei allem, was „Marten aktiv“ an seine Mitbürger weitergibt, handelt es sich um eigens eingesammelte Spenden. Am Anfang kamen diese von Unternehmen und Privatleuten aus dem Ort, mittlerweile haben sich z. B. auch die Sparkasse und die Volksbank – oder eben Dortmunds erfolgreichster Fußballverein – nicht lumpen lassen. Auf über 30 hat sich die Anzahl der Sponsoren Ende Mai addiert, ihnen stehen allein im Falle der Energiekostenunterstützung mehr als 100 Hilfsempfänger gegenüber.

Basis der Martener Initiative ist also bei allem – selbstverständlich – die nachbarschaftliche Solidarität. Und was diese angeht, fällt die Bilanz der Initiatoren so überaus positiv aus, dass unterdessen sogar geplant ist, aus Einkaufshilfe und dem angegliederten Apothekenservice ein dauerhaftes Projekt zu machen. Das soll die bedürftigeren Mitbürger auch dann noch auffangen, wenn das Wort „Corona“ eines schönen Tages wieder aus der Tagespresse verschwunden ist. Zu diesem Zweck bemüht „Marten aktiv“ sich um offiziellere Strukturen und hofft darauf, im Laufe der nächsten zwei Monate die Umwandlung in einen eingetragenen Verein vollzogen zu haben. Gleichbleiben aber wird in jedem Falle das Vereinsmotto: „Wir sind für euch da – du bist nicht allein!“

Für Martener Bürger gibt es folgende Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:

Im Netz findet man die Nachbarschaftshilfe unter www.marten-aktiv.de

Der Lieferservice wird ab Juni – auch aufgrund mittlerweile wieder etwas schwächerer Nachfrage – zu Gunsten der weiteren Projekte nur noch zweimal wöchentlich angeboten.

Wer die Aktionen ebenfalls unterstützen möchte, kann dies durch Spenden auf das folgende Konto tun:
Caritas-Konferenz Gemeinde Heilige Familie Do.-Marten
IBAN: DE50 4405 0199 0081 0083 88
BIC: DORTDE33XXX
Verwendungszweck: Nachbarschaftshilfe Marten aktiv

SpenderInnen erhalten bei Angabe der Adresse eine Spendenbescheinigung!

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