Pressekonferenz zum Coronavirus am 17. März 2020

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Die stichpunktartige Zusammenfassung für die heutige Pressekonferenz zum Coronavirus in Dortmund:

  • Halbwertszeit von Nachrichten der Stadt Dortmund sind durch die aktuelle Lage natürlich geringer.
  • Die Stadt bedankt sich bei den verschiedenen Einrichtungsleitungen der Kinderbetreuung. Aktuell sei die Nachfrage aber nicht besonders hoch.
  • Heute morgen um 9:00 Uhr gibt es 39 bestätigte Coronafälle in Dortmund. Bis heute konnten alle Infizierungen nachgehalten werden und die Infektionskette war klar. Es gibt allerdings einen Fall, in dem die Stadt Dortmund die Infektionskette nicht nachhalten konnte.
  • Im Laufe des Tages gibt es allerdings noch ein Update zu den Infektionszahlen, weil viele offene Tests heute bearbeitet werden.
  • Die Stadt Dortmund erwartet weitere Erlasse durch die Bundesrepublik (mit Blick in den Süden Deutschlands).
  • Das Abstrich-Zentrum in Dortmund ist in den letzten Tagen „überlaufen worden“. Es können maximal 200 Abstriche pro Tag untersucht werden. Es können keine gesunden Menschen kontrolliert werden, weil die Kapazitäten fehlen.
  • Eine Arztpraxis in Dortmund bietet auch Abstriche an: Gemeinschaftspraxis Dr. Rodewyk und Dr. Thau. Dort sind Abstriche auch nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
  • Eine Drive-In-Stelle für einen Abstrich ist in Dortmund bisher nicht geplant.
  • Es gibt aktuell keine intensivmedizinischen Fälle in Dortmund. Im Moment hat Dortmund eine sehr gute Früherkennung. Auch leichte Fälle werden in Dortmund schnell erkannt und in Quarantäne verwiesen.
  • Der ÖPNV ist natürlich ein Übertragungsweg der Viren. Grundsätzlich sollen sich Bürger nicht mit ihren Händen in das Gesicht fassen. Außerdem soll auf den Verzehr von Speisen und Getränken im ÖPNV-Raum verzichtet werden. Eine Desinfektion der ÖPNV sei nicht zu realisieren.
  • Es gibt eine neue Allgemeinverfügung: Alle Veranstaltungen (auch in Dortmund) sind seit Sonntag verboten. Die Weisungen des Landes werden in Dortmund in der Regel innerhalb von einem Tag umgesetzt. Die Stadt geht von weiteren Erlassen durch den Bund aus und die Stadt wird auch alle Verfügungen sehr kleinlich kontrollieren.
  • Wenn Betriebe widerrechtlich noch geöffnet haben, wird das notiert und später sanktioniert – das Infektionsschutzrecht ist Strafrecht.
  • So genannte „Corona-Partys“ kritisiert die Stadt sehr deutlich. Sozialkontakte sollen eingeschränkt werden.
  • Ab Mittwoch gilt: Für Schulen (Klassen 1-6) und Kitas findet eine Notbetreuung statt, wenn das Kind symptomfrei ist und nicht aus einem Risikogebiet eingereist ist und die Eltern als Schlüsselpersonen auch Infektionsfrei sind. Die Angebote der Notbetreuungen sind nicht besonders intensiv genutzt worden. Die Gruppen haben eine überschaubare Größe. Das Mittagessen in den Kitas ist gewährleistet und die Schulbusse fahren ebenso.
  • Erstattungen für Elternbeiträge werden aktuell geprüft.
  • Spielplätze sind aktuell in Dortmund noch geöffnet, allerdings wird aktuell aus Landesebene das gerade besprochen.
  • Der Sonder-Ältestenrat am Donnerstag wird nicht stattfinden in Dortmund.

Zur Wirtschaft in Dortmund

  • Fast alle Betriebe sind vom Coronavirus wirtschaftlich betroffen, natürlich auch in Dortmund. Eine vereinfachte Anfrage auf Kurzarbeitergeld und eine gesicherte Lohnfortzahlung für Mitarbeiter wurden auf Bundesebene beschlossen.
  • Kurzfristige Liquiditätsengpässe ist ein großes Problem für kleine Betriebe und Solo-Firmen. Aktuell werden an Sonderkredite ohne Prüfung gearbeitet. Nach der Pandemie wird dann ggf. eine Teilrückzahlung für die Betriebe fällig.
  • Die Liquidität der Stadt Dortmund wurde für die nächsten Wochen gesichert. Es gibt einen permanenten Prozess der Kredit-Umschichtung, wie bei vielen weiteren großen Städten in Deutschland.
  • Die Arbeitsstrukturen der Stadt Dortmund selbst sind gesichert und durch Homeoffice realisiert worden. Klar ist, dass weniger Steuern eingenommen werden können.
  • Wie sich die Pandemie auf den Haushalt der Stadt Dortmund insgesamt auswirkt, kann jetzt noch nicht abgeschätzt werden.

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