Lichtendorfer Grundschule holt sich den Titel „UmweltBewussteSchule 2019“

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Platz 1 der Preisverleihung belegte die Lichtendorfer-Grundschule. Hier vertreten durch (v. l.) Katrin Kottrup, Sybille Bösel (Kommisarische Schulleitung) und Hausmeister Kai Rosik. (Foto: Dortmund-Agentur / Torsten Tullius)

Im stadtweiten Schulwettbewerb um Energieeinsparung und Klimaschutz haben sich zehn Schulen durchgesetzt und für Preise qualifiziert. Die Lichtendorfer-Grundschule, die letztes Jahr noch den Rang vier belegte, freut sich in diesem Jahr über den ersten Platz und trägt den Titel „UmweltBewussteSchule 2019“.

Unter den 28 Teilnehmerschulen im stadtweiten Schulwettbewerb um Energieeinsparung und Klimaschutz für 2019 konnten sich zehn Schulen behaupten. Durch die vielen pädagogischen Aktivitäten erhielt die Lichtendorfer-Grundschule die maximale Punktzahl.

Seit über zehn Jahren ist die Lichtendorfer-Grundschule aktiv beim Wasser- und Energiesparen, dazu hängen in allen Räumen Piktogramme, mit denen immer wieder daran erinnert wird. Seit Dezember 2018 nimmt die Schule an dem Projekt „Sammeldrache“ teil, bei dem es um die umweltschonende Wiederverwendung von Gebrauchtprodukten geht.

Das Projekt „zu Fuß zur Schule“ leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Für den Schulgarten gibt es ein Gartenkonzept für die verschiedenen Jahreszeiten und ein Bienenhaus mit mehreren Bienenvölkern.

Auszeichnungsfeier am Helmholtz-Gymnasium
Die Auszeichnungsfeier zur „UmweltBewusstenSchule 2019“ fand aufgrund des Veranstaltungsverbotes durch die aktuelle Krise in diesem Jahr erst am 2. Oktober 2020 in der Aula des Helmholtz-Gymnasiums statt. Dort überreichte Stadträtin Daniela Schneckenburger den zehn umweltbewussten Schulen eine Urkunde und Geldprämien. Die ersten drei Schulen erhielten je 2.000 Euro, die Plätze vier bis sechs je 1.000 Euro und die Plätze sieben bis zehn je 700 Euro. Insgesamt wurden Geldprämien im Wert von insgesamt 11.800 Euro überreicht.

Neben Stadträtin Schneckenburger gratulierten auch Vertreter*innen der den Wettbewerb organisierenden Fachbereiche den Preisträger*innen, so Caroline Stein und Volker Thiem vom städtischen Energiemanagement, und Doris Dinsing als Vertreterin der Schulverwaltung.

Im Folgenden die Rangliste der Ausgezeichneten:

1. Lichtendorfer Grundschule 2.000 Euro
2. Westholz-Grundschule 2.000 Euro
3. Regenbogen-Grundschule 2.000 Euro
4. Bert-Brecht-Gymnasium 1.000 Euro
5. Heinrich-Böll-Gesamtschule 1.000 Euro
6. Gustav-Heinemann-Gesamtschule 1.000 Euro
7. Johannes-Wulff-Schule 700 Euro
8. Tremonia-Schule 700 Euro
9. Heisenberg-Gymnasium 700 Euro
10. Lieberfeld-Grundschule 700 Euro
Gesamtpreisgeld: 11.800 Euro

Sponsor*innen spornen mit zusätzlichen Preisen an
In diesem Jahr gab es außergewöhnlich viele engagierte Sponsor*innen, wie Borussia Dortmund, DEW21, Dreier-Immobilien, EDG, Flughafen Dortmund GmbH, Gelsenwasser AG, Hellweg Baumärkte, innogy und die Sparkasse Dortmund, die das Projekt unterstützen. Durch Losentscheid konnten daher noch zusätzlich weitere Preise von insgesamt 5.650 Euro und eine Stadionführung an die zehn Schulen überreicht werden.

Fairer Handel und Einsparungspotential
Die Westholz-Grundschule, die im vergangenen Jahr noch den Rang neun belegte, stieg auf den zweiten Platz. Die Schüler*innen achten im Schulalltag auf viele Regeln für das Energie- und Wassersparen und zur Abfallvermeidung. In der Projektwoche „Umwelt und Energie“ wird der Faire Handel besprochen und exemplarisch erprobt.

Vorbild sein
Auf Platz drei kam die Regenbogen-Grundschule, die ein umfassendes Umweltkonzept hat. Alle pädagogischen Mitarbeiter*innen, das Hausmeister-Team und die Sekretär*innen achten darauf, ein umweltbewusstes Vorbild für die Schulkinder zu sein. Ab Klasse eins werden die Schüler*innen zu umweltbewussten Verkehrsteilnehmer*innen erzogen. Selbstständig werden von Beginn an Dienste, in denen sie verantwortlich für das Lichtausschalten in den Pausen, richtiges Lüften der Klassenräume oder Türenschließen im Winter sind, übernommen.

Aktionen bringen Entlastung für den städtischen Haushalt
Mit dem bewährten Erfolgsprojekt konnten Energieeinsparungen nachgewiesen werden. Alle bewerteten Schulen haben in 2019 rund 9.900 Euro eingespart. Sie reduzierten den Wärmeverbrauch um ca. 372.000 kWh und damit auch eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Mit dem Schulprojekt konnte in den letzten acht Jahren der städtische Haushalt um insgesamt rund 218.000 Euro entlastet werden. „Diese Zahlen zeigen, dass das Bewusstsein, wie an Schulen effizient Energie gespart werden kann, steigt“, zog Daniela Schneckenburger ein positives Fazit des Wettbewerbs. Sie verwies darüber hinaus auf ein sich änderndes Bewusstsein hin zu mehr Nachhaltigkeit bei vielen Bürger*innen im Zuge des Lockdown, was sich etwa an der steigenden Anzahl von Radler*innen im Stadtbild bemerkbar mache.

Der Wettbewerb „UmweltBewussteSchule“ ist Teil des im Jahre 1997 vom Rat der Stadt beschlossenen Projektes „Energieeinsparung an städtischen Gebäuden“ und wird jährlich ausgetragen. Ziel ist es, die Nutzer aller städtischen Gebäude zu motivieren, ihr Energieverbrauchsverhalten so zu ändern, dass ein wirksamer Beitrag zur Energie-kostensenkung und zur Senkung des CO2-Ausstoßes erreicht wird. Schulen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Kindern und Jugendlichen einen sinnvollen Umgang mit Energie zu vermitteln.

Für diesen Umweltwettbewerb steht ein jährliches Gesamtbudget von ca. 20.000 Euro zur Verfügung. Die aktuell 28 teilnehmenden Schulen erhalten nach Abschluss einer verbindlichen Vereinbarung einen Sockelbetrag von 300 Euro/Jahr. Wie bisher werden die zehn erfolgreichsten Schulen nach Auswertung des pädagogischen Fragebogens und der Verbrauchsauswertung mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet. Das Engagement der Schulen, die sich besonders nachhaltig als umweltbewusste Schule für die Energieeinsparung und Abfallvermeidung/Trennung eingesetzt haben, wird ausgezeichnet und prämiert.

Mit dem Titel „UmweltBewussteSchule“ wird daher nicht nur das Einsparergebnis (30 Prozent Auswertungsanteil) gewürdigt, sondern vor allem die Aktivitäten von Schüler*innen und dem Lehrerkollegium in Sachen Energieeffizienz insgesamt, sowie die pädagogische Behandlung im Unterricht (70 Prozent Auswertungsanteil). Die Bewertung berücksichtigt außerdem Besonderheiten, wie z. B. im Wettbewerbszeitraum durchgeführte Sanierung im und am Gebäude oder bei der Anlagentechnik. So wird die Chance gewahrt, dass alle im Umweltschutz aktiven Schulen für ihre durchgeführten Energiesparaktionen auf vergleichbarer Basis ausgezeichnet werden können.

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