Lesen lernen in der Grundschule: 80 % der Deutschen halten Bücher für zeitgemäß

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Laut GfK-Umfrage (Gesellschaft für Konsumforschung;) wollen nur 20 % digitale Medien wie Lese-Apps. (Symbolfoto: IN-StadtMagazine)

Das neue Schuljahr startet, mit Computern, Digitalpakt und Co. sollen die Schulen den Anschluss an die digitale Realität schaffen.

Doch wenn es um das Lesen lernen in der Grundschule geht, ist die Meinung erstaunlich analog: 80 % der Deutschen halten Bücher für das zeitgemäße Medium. Für das Lesenlernen mit digitalen Medien wie Lese-Apps sprechen sich nur 20 % aus.

Das ermittelte eine aktuelle Umfrage der GfK im Auftrag von MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e. V. Die Verantwortung dafür, dass 19 % der Grundschüler im 4. Schuljahr noch nicht richtig lesen können (IGLU-Studie 2017), liegt für 79,6 % der Befragten bei den Eltern. Sie lesen mit ihren Kindern nicht genug oder regen sie nicht ausreichend zum Lesen an. Nur 20,4 % meinen, es liegt daran, dass die Lehrer nicht genug Zeit haben, auf jeden Schüler einzugehen.

Alle Schüler sollten spätestens nach der Grundschule fit im Lesen und Verstehen von Texten sein. Das Lesen ist die Basis für das Lernen in allen Fächern an den weiterführenden Schulen und für einen Schulabschluss. Der MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e. V. kann die aktuellen Umfrageergebnisse auf Grundlage seiner 16-jährigen Erfahrung in der Leseförderung an Schulen bestätigen. Margret Schaaf, 1. Vorsitzende des MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V., rät: „Eltern können ihre Kinder während der gesamten Schulzeit einfach und gut fördern, indem sie ihnen Anregungen zum Lesen geben, indem sie gemeinsam lesen und über die Bücher sprechen und dabei viel Freude haben. Wichtig ist, dass die Eltern ein Lesevorbild sind und ihren Kindern Zeit und Zuwendung schenken. So entdecken viele Kinder das Lesen als beglückend und entspannend und erweitern dabei automatisch ihren Wortschatz und ihr Wissen.“

Viele Kinder und Jugendliche, die mehr Lese- und Lernförderung benötigen, fangen die 11.500 ehrenamtlichen Lesementoren des MENTOR-Bundesverbands auf. Wie die deutliche Mehrheit der Teilnehmer der GfK-Umfrage setzt der Verband dabei vor allem auf gedruckte Medien wie Bücher. Das Medium ist aus MENTOR-Sicht aber nicht das entscheidende Kriterium. An erster Stelle sollte die Vermittlung von Lesekompetenz stehen: Nur wer richtig lesen kann und den Sinn aller Texte erfasst, der kann sich eine Meinung bilden. Gelesenes zu verstehen, ist die Grundlage für den Umgang mit allen Text-Medien, auch den digitalen.

Umfrage Methode: GfK eBUS® – CAWI (Computer Assisted Web Interview) Stichprobe: 1.005 Männer und Frauen von 18-74 Jahren in Deutschland Zeitraum: 01.08.-04.08.2019

Infos: www.mentor-bundesverband.de;

www.facebook.com/Mentor.Bundesverband/

Auch in Dortmund sind die Mentor-Leselernhelfer aktiv. Durch den Verein geschulte ehrenamtliche Mentoren/innen helfen Grundschulkindern durch individuelle Förderung, ihre Lese- und Sprachkompetenz zu verbessern.

Interessierte können mehr unter www.mentor-dortmund.de erfahren.

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