Zeichnen geht immer: Die „Urban Sketchers“ und ihre Sicht auf Corona im Hoesch-Museum

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© Birgit Encke

„Urban Sketchers“ sind Zeichner, die ihr direktes Umfeld vor Ort zeichnen und skizzieren. In der laufenden Ausstellung „LIVE UND IN FARBE“ im Hoesch-Museum präsentieren 16 Zeichner*innen der Dortmunder Urban Sketchers-Gruppe noch bis zum 20. September ihre Sicht auf die Industriekultur der Stadt.

Nun erweitern sie diese Ausstellung aus aktuellem Anlass: Ab Sonntag, 26. Juli zeigen sie die Stadt in Corona-Zeiten unter dem Motto „Zeichnen geht immer“.

Gezeigt werden Arbeiten, die während der ersten Zeit der Pandemie entstanden sind. Über 40 Bilder aus dem Stillstand dokumentieren beeindruckend, wie die Urban Sketchers sich mit den besonderen Gegebenheiten dieser Krise auseinander gesetzt haben: Skizzen von Zuhause, von einsamen Spaziergängen, aber auch Alltagssituationen, die plötzlich anders oder als besonders wahrgenommen werden. Sie zeigen den ganz persönlichen Blick auf die Geschehnisse von 17 Zeichnerinnen und Zeichnern. Das klassische Urban Sketching wird ergänzt durch gezeichnete Gedanken, Erlebnisse und Gefühle. Das Zeichnen wurde zur Kommunikations- und Bewältigungsstrategie

Da die wöchentlichen Treffen der Dortmunder Urban Sketchers-Gruppe nicht stattfinden konnten, haben sich die Zeichnerinnen und Zeichner reihum Themen gestellt. Dies waren teilweise neutrale Aufgaben wie „Ostern“, „Blick aus dem Fenster“ oder „deine Küche“, aber auch krisentypische Motive wie „Selbstporträt mit Maske“ oder „Corona-typische Szene“. Daneben gab es auf internationaler und nationaler Ebene virtuelle Sketchwalks und Livestreams zum gemeinsamen Porträt- und Aktzeichnen, aber auch sogenannte Challenges (Herausforderungen) wie z.B. „das Zeichnen von sich selbst in Aktion“ oder „etwas Selbstgebackenes malen“.

© Guido Wessel

Die Ergänzung der Sonderausstellung besteht aus hochwertigen Reproduktionen, da die Originale in den Skizzenbüchern aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht gezeigt werden können. Signierte Exemplare der Reproduktionen können käuflich erworben werden. Der Erlös wird für die Durchführung des deutschsprachigen Urban Sketchers-Jahrestreffen verwendet, das in Dortmund stattfinden wird und Corona-bedingt ins nächste Jahr verschoben werden musste.

Die Ausstellung ist eine Ergänzung der Schau „LIVE UND IN FARBE. Urban Sketchers zeichnen Dortmunder Industriekultur“, die seit dem 1. März zu sehen ist. Beide Ausstellungsteile laufen bis zum 20. September 2020.

Teilnehmende Zeichner*innen
Friedrich Angerstein, Susanne Bartsch, Birgit Encke, Astrid Hänig-Fischer, Dirk Hemmerden, Dagmar Knappe, Edda Kracht-Scholl, Tanja Krause, Dorothee Liedtke, Anne Pieper, Gaby Podoll, Anne Trösken, Michael Weigelt, Guido Wessel, Axel Wibbelt und Monika Wirges.

Kostenlose öffentliche Führungen inklusive Sketching-Workshops finden statt am Sonntag, 9. August und 20. September, 14 bis 16 Uhr.

Hoesch-Museum
Eberhardstr. 12
44145 Dortmund
www.hoeschmuseum.dortmund.de

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