UnArt-Konzerte in Berghofen sind Kult

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(v. l.) Olaf Jordan, Friedhelm Kortmann (beide Musiker und Organisatoren), Anne Uniewski und Winfried Liebig (Veranstalter). (Foto: IN-StadtMagazine)

Die Musikveranstaltungen in der „Galerie UnArt“ in Berghofen hatten Kultstatus. Angefangen hatte alles 2007 mit einem Jazz-Konzert der Stadtbezirksmarketings Konzertreihe. Ab 2009 erfolgte die Trennung von der Konzertreihe und man machte in Eigenregie als UnArt-Konzerte weiter. Im urigen Keller der Galerie von Alfred Uniewski fanden insgesamt 73 Konzerte statt. Über 100 verschiedene Künstler und Bands standen ohne Gage auf der Bühne.

Mit den Jahren hatte sich der Galerie-Keller dann zu einer Geheimadresse in Sachen Live-Musik entwickelt. Neben zahlreichen Nachwuchsbands („Different Inside“ – heute weit über die Grenzen von Dortmund bekannt, hatten hier ihre ersten Auftritte) gaben sich auch bekannte Musiker gerne die Klinke in die Hand.

2013 musste die Konzertreihe verlegt werden – Grund waren aktuelle Brandschutzbestimmungen. Eine vorläufige Heimat wurde im Youngsters-Point am Höchsten gefunden.

2015 verstarb, viel zu früh, Alfred Uniewski . Zu einem „Konzert für Alfred“ trafen sich viele Musiker und Freunde ein letztes Mal im Kult-Keller. Aber eine richtige „Heimat“ hatten die Konzertorganisatoren Friedhelm Kortmann und Olaf Jordan für die Konzerte immer noch nicht gefunden. Dann bot sich die Chance im alten Feuerwehrhaus, dem Steigerturm in Berghofen. Der Verein „Unsere Mitte Steigerturm“ mietete das Gebäude 2015 von der Stadt Dortmund und am 1. März 2016 fand dort das erste Konzert in mit Bühnenmolton musiktauglich gemachten Räumen statt.

Bis heute wird an jedem 3. Freitag im Monat der Turm „gerockt“. Allerdings ist wegen der Nachbarn aus dem unmittelbaren Wohngebiet um 22 Uhr Schluss – im Keller in der Galerie UnArt machte man auch schon mal bis 3 Uhr morgens einen „drauf“. Was sich nicht geändert hat: es gibt immer noch reichlich Bier, Suppe und Bockwurst, der Eintritt ist auch weiterhin frei und die Musiker spielen hier immer noch gern, da die entspannte, herzliche, „unartige“ und familiäre Atmosphäre auch im Steigerturm selbstverständlich ist! Viele Ehrenamtliche kümmern sich um den Service, Kasse und Spüldienst und auch Anne Uniewski , die Frau von Alfred, ist immer noch mit von der Partie.

Im Herbst 2020 wird der Turm zum Bürgerzentrum umgebaut. Die Konzerte sollten dann in der Kneipe „Zum Steigerturm“ in den Saal verlegt werden – doch der Kneipe droht der Abriss. „Wir werden dort während der Umbauphase der alten Feuerwache keine „Ausweich-Konzerte“ veranstalten können. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist lediglich das August-Konzert noch gesichert, da es im Rahmen der Berghofer 800-Jahrfeier open air am Fasanenweg/an den Lohbachwiesen stattfinden soll“, so Friedhelm Kortmann.

Im Augenblick fallen natürlich alle Konzerte bis auf weiteres aus.“Die Absage einer Band für das April-Konzert am 17.4. liegt vor. Wenn es die äußeren Bedingungen bis dahin zulassen, werden UnArt und der Steigerturmverein die Option prüfen, ein Turmkonzert ohne Auditorium mit der Folkrock-Formation „Jaana Redflower“ per Internet zur Verfügung zu stellen“, so Friedhelm Kortmann.

 

 

 

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