Schauspiel Dortmund als einziges Theater in NRW beim Theatertreffen in Berlin

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Szene aus "Das Internat" (Foto: Birgit Hupfeld)

Das Schauspiel Dortmund ist mit der Produktion „Das Internat“ zum Berliner Theatertreffen 2019 eingeladen. Die Inszenierung von  Ersan Mondtag ist nach der „Borderline Prozession“ vor zwei Jahren die zweite Einladung nach Berlin für das Schauspiel Dortmund unter der Intendanz von Kay Voges.

Davor war Dortmund zuletzt mit  Michael Simons „Black Rider“ 1995 nominiert. In der Jurybegründung heißt es: „Es ist eine optisch spektakuläre Welt-Entrückung, die Ersan Mondtag aus Pappmaché und naiven Zeichnungen als Gothic-Geisterbahn am Schauspiel Dortmund erschafft: Angsträume, die wir uns nicht in kühnsten Albträumen ausmalen möchten.“

Das Schauspiel Dortmund ist als einziges Theater in Nordrhein-Westfalen beim diesjährigen Theatertreffen in Berlin vertreten.

Die vollständige Jurybegründung:
„Es ist eine optisch spektakuläre Welt-Entrückung, die Ersan Mondtag aus Pappmaché und naiven Zeichnungen als Gothic-Geisterbahn am Schauspiel Dortmund erschafft: Angsträume, die wir uns nicht in kühnsten Albträumen ausmalen möchten. Immer neue dunkle Kammern öffnen sich auf der Drehbühne, durch die 17 dressierte und uniformierte Zöglinge schleichen und mechanisch-rhythmische Alltagsroutinen vollziehen: essen, schlafen, quälen. Das Internat – und sein reicher kulturhistorischer Assoziationsraum – wird gezeigt als ewiger Kreislauf von Unterdrückung und Unterdrücktsein, Opfer- und Täter*innentum, Angst und Paranoia.

Das archaisch-künstliche Szenario löst große philosophische Fragen aus: Was ist eine gerechte Revolution? Wann schlägt sie um in Faschismus? Ab wann ist Gewalt erlaubt? „Das Internat“ ist die Geschichte einer Gehirnwäsche, in der die Ideologien beständig umschlagen: eine düstere Weltmetapher.“

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