Neue digitale Erzählwelten für Dortmunder Museen – Land fördert Kooperationsprojekt mit FH Dortmund

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Die kooperierenden Partner: Das Team um page21 als corona- und abstandskonformer „Structure Sensor Scan“, montiert vor eine Visualisierung des Dortmunder U. (v. l.): Stefanie Weißhorn-Ponert (MO), Dr. Jens Stöcker (MKK), Regina Selter (MO), Dr. Stefan Mühlhofer (Kulturbetriebe Dortmund), Harald Opel (storylab kiU), Britta Lerch und Stefan Heitkemper (Dortmunder U), Roman Kurth (MKK) und Hanna Rodewald (MO). (Foto: storyLab kiU.)

Mit 342.840 Euro unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW im Förderschwerpunkt „Neue Künste Ruhr“ das Kooperationsprojekt „page21“. In dem Projekt entwickelt das im Dortmunder U beheimatete storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund zusammen mit dem Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte sowie dem Museum Ostwall im Dortmunder U neue, digitale Erzählwelten.

Seit seiner Gründung profiliert sich das Dortmunder U, eines der jüngsten Kunst- und Kulturzentren Deutschlands, mit dem Zusammenspiel aus traditionellen und digitalen Künsten. Mit dem Projekt „page21“ ist es nun gelungen, eine Landesförderung für die Entwicklung neuartiger digitaler Erzählwelten für Museen nach Dortmund zu holen.

Ein Jahr Zeit zum Forschen und Experimentieren
Kooperationspartner bei „page21“ sind die Kulturbetriebe Dortmund und die Fachhochschule im Dortmunder U mit ihrem storyLab kiU, das zugleich Initiator und Ideengeber des Projekts ist. „page21“ ist als Experimental- und Forschungsprojekt auf ein Jahr angelegt. Dabei übernimmt das storyLab kiU die kreativ-konzeptionelle und technische Entwicklung. Als museale und wissenschaftliche Partner beteiligen sich das Museum Ostwall und das Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Gemeinsam wollen diese Institutionen erproben, wie sich digitales Erzählen im virtuellen Raum mit realen Ausstellungsstücken vereinen lässt. Dabei geht es nicht nur darum, Kunstwerke zu digitalisieren. Vielmehr entwickelt das Team Themenwelten und neue Erzählungen rund um die Sammlungsstücke. So entstehen eigene Kunstwerke aus neuen Geschichten, die dann im immersiven Raum und in der virtuellen Realität von den Besucher*innen erlebt werden können – inklusive Interaktionsmöglichkeiten, einer ausgeklügelten Soundunterstützung und Lichteffekten.

Neue Verknüpfungen zwischen Kunst und Publikum
„page21“ erweitert das museale Erlebnis und schafft eine Verbindung zwischen digitalen Künsten, alltäglichen Erfahrungen sowie gesellschaftlichen Zukunftsentwürfen. Die Kultureinrichtungen treten dabei miteinander, aber auch mit dem Publikum in eine neue Form des digital-analogen Dialogs. Das Publikum, das die Ausstellungsobjekte zunächst virtuell erlebt, soll dabei auch für die Originale im Museum begeistert werden.

Konkret sollen im kommenden Jahr für die Besucher*innen ein immersiver (virtueller und interaktiver) Raum im Dortmunder U sowie VR-Stationen in den Museen entstehen. Angesiedelt ist der immersive Raum in direkter Nachbarschaft zum bestehenden „Fulldome“ im Eingangsfoyer des Dortmunder U.

Neue Künste Ruhr
Die „Neuen Künste Ruhr“ gehören zu den aktuellen Förderschwerpunkten der Landesregierung NRW. Die neuen Förderkulissen ermöglichen es, bestehende Angebote und Kooperationen zu verfestigen und auf ein neues Qualitätsniveau zu heben.

storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund
Das storyLab kiU im Dortmunder U erforscht und zeigt aktuelle Entwicklungen in den Präsentationsformen und Erzählweisen digitaler Medien. Ausgangspunkt sind dabei Projekte der Studierenden des Fachbereichs Design der FH Dortmund. Das offene Labor im Dortmunder U ist konzipiert als Schnittstelle zwischen Studierenden und Besucher*innen, Studium und Berufseinstieg, Fachhochschule und Stadt. Es vernetzt sich eng mit den Partnern im Haus, indem es die Auseinandersetzung mit Kunst thematisiert und Interaktionsangebote entwickelt.

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