Kurzführungen über das Denkmal Kokerei Hansa

0
20
Auch am kommenden Wochenende finden Kurzführungen statt. (Archivfoto: IN-StadtMagazine)

Auf der Kokerei Hansa ist unter der Woche mächtig Betrieb. Gleich mehrere Gebäude des denkmalgeschützten Areals werden derzeit saniert. Am Wochenende (27. und 28.6.) jedoch haben Besucher die Möglichkeit, dieses Industriedenkmal im Dortmunder Nordwesten in Ruhe im Rahmen von Kurzführungen kennenzulernen.

Sie bewegen sich zu Fuß entlang der Stationen, an denen Schritt für Schritt einst im großen Stil Kohle zu Koks verarbeitet wurde. Hansa zählte zu einer der sogenannten Zentralkokereien, die wichtiger Bestandteil im Dortmunder Verbundsystem waren: Zechen, Kokereien und Hüttenwerke arbeiteten sich zu. Aus der Kohle wurde Koks, der Koks wurde für die Stahlproduktion benötigt und das Gas war im Austausch zwischen Kokerei und Hüttenwerk.

Hier in Dortmund-Huckarde ist gut ersichtlich, wie planvoll das Industriegelände samt Gebäuden aus den Jahren 1927/28 angelegt ist. Auch für Architekturfreunde ist das von großem Interesse, denn die Anlage ist nahezu authentisch im Baustil der späten 1920er Jahre erhalten. Sie ist zum einen komprimiert gebaut und doch mit Flächen-Ressourcen bedacht. So konnte sie sich zu Betriebszeiten je nach Bedarf ausweiten. Heute sind alle wichtigen Produktionsstationen erhalten und Besucher erfahren, wie auf der „Schwarzen Seite“ die Verwandlung von Kohle zu Koks stattfand und wie konsequent die Verwertung aller Stoffe auf der chemischen Seite der Kokerei genutzt wurden.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr; Der Eintritt ist frei.

Führungen KW 26:

  • Samstag (27.6) und
  • Sonntag (28.6.)

stündlich Kurzführungen (30 bis 45 Minuten) mit maximal 8 bis 10 Teilnehmern;

Anmeldung ist nicht erforderlich (letzte Führung startet um 15 Uhr)

Kosten: 5,00 Euro

Maskenpflicht im Eingangsbereich und in geschlossenen Räumen; Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen beachten

Adresse: Kokerei Hansa, Emscherallee 11, 44369 Dortmund

Weitere Informationen unter www.industriedenkmal-stiftung.de

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
500