Kokerei Hansa sucht für Ausstellungsprojekt ehemalige Koker und ihre Frauen als Zeitzeugen

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Die Ausstellung wird in der Waschkaue der Kokerei Hansa stattfinden. (Foto: Karlheinz Jardner)

Im Rahmen der Ausstellung „Schwarzer Nebel, Weißer Rauch“, die vom 08. September bis zum 27. Oktober auf der Kokerei Hansa zu sehen sein wird, entwickelt der Künstler Michael Dörner zwei Installationen, die sich auf die geschichtlich, zeitlich und ortsspezifisch sichtbaren und unsichtbaren Elemente der Kokerei beziehen.

Beide Installationen sind in der Waschkaue angesiedelt. Eine Installation wird sich auf dem Boden in den ehemaligen Duschräumen ausbreiten, während die zweite Arbeit sich mit dem Verhältnis der Frauen zu ihren in der Kokerei arbeitenden Männern auseinandersetzt. In den Kleiderkörben, hoch oben an der Decke hängend, werden Hochzeitskleider liegen und am Ende der zugehörigen Kette kann über Kopfhörer ihren Erzählungen gelauscht werden.

In diesem Rahmen werden Frauen gesucht, deren Männer in der Kokerei Hansa oder einer anderen Kokerei gearbeitet haben.

Dabei ist es nicht relevant, in welchem Bereich ihre Männer gearbeitet haben, es geht dem Künstler um die Rolle der Frauen und deren Wahrnehmung. Was haben sie über Erzählungen und eventuelle Besuche oder andere Informationsquellen erfahren. Wie spielte sich das Leben in Zeiten ab, in denen sie alleine waren und wie in den Zeiten, die sie gemeinsam verbracht haben.

Selbstverständlich bleiben alle aufgenommenen Gespräche anonym. Die Interviews können an jedem beliebigen ruhigen Ort aufgenommen werden. Michael Dörner kommt auch zu den Interviewpartnern nach Hause, wenn Sie das möchten.

Für die zweite Arbeit in der Dusche der Waschkaue möchte Michael Dörner Sätze, Sprüche oder sonstige Kommentare, die in der Dusche gefallen sind, einsammeln. Diese Kommentare und Sätze können auch schriftlich gesendet werden. Auch hier bleiben die Namen selbstverständlich anonym.

Kontakt bei Interesse an dem Projekt:

Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Telefon 0231 93 11 22-33
info@industriedenkmal-stiftung.de

Die Industriedenkmalstiftung ist die Veranstalterin der Ausstellung und sammelt alle Rückmeldungen, um diese dann an den Künstler weiterzureichen.

Michael Dörner, geboren 1959 in Wiesloch, lebt und arbeitet in Nartum. Seit 2008 begleitet eine Professur für Freie Bildende Kunst an der HKS Ottersberg seine freie künstlerische Arbeit. (www.michaeldoerner.de)

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