Historisches aus Dortmund: Aufblühendes Brauereiwesen an der Rheinischen Straße (von Dr. Günter Spranke)

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Symbolfoto: pixabay
Blechschilder gehören zur Braugeschichte (Foto: privat)

Dort, wo sich Industriebetriebe entwickelten, war der Durst auf ein frisch gezapftes Bier nicht weit. So verwundert es nicht, dass sich in der Nachbarschaft der aufblühenden Werke die eine oder andere Hausbrauerei zu einem profitablen Brauereistandort entwickelte.

Mit der „Tremonia-Brauerei“ von F. Lehmkuhl entstand seit 1867 eine beliebte Braustätte, die erst in der Braukrise um 1917 von der örtlichen Aktien-Brauerei übernommen wurde. Auch hier stand also der latinisierte Name für Dortmund „tremonia“ Pate für eine Firmengründung, neben einer Zeche und nach dieser Brauerei sollten auch eine Zeitung, selbst eine Moped-Marke (FOTO) und letztlich eine Grünanlage auf diesen historischen Namen getauft werden.

Weitere Brauereien
Schon im Jahr 1868 sollte dann der Gründungsboom der Brauereien entlang der Rheinischen Straße beginnen, der den weltweiten Ruhm des Dortmunder Bieres begründete und bis in die 1960er Jahre jedem, der die geschäftige Verkehrsachse („Brauereimeile“) entlangging, durch den typischen Geruch des Trebers in die Nase stieg.

Neben der Aktien-Brauerei (1868/72) und der benachbarten Germania-Brauerei (1870) siedelten sich 1873 die Union-Brauerei und letztlich 1889 die Ritter-Brauerei hier an. Gegen Ende der 1950er Jahre überschritten die Union-Brauerei (DUB) und die Aktien-Brauerei (DAB) die eine Million-Hektoliter-Grenze.

Ab 1969 sollten nach und nach alle Brauereien ihre angestammten Braustätten verlassen und sich in anderen Stadtquartieren und selbst in den Vororten ansiedeln.

Das Tremonia-Mofa 1955 (Foto: privat)

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