Hansa-Rundgänge zeigen am Wochenende Maschinen, Menschen und Maloche

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Auch die imposante Maschinenhalle samt ihrer fünf dampfbetriebenen Gaskompressoren kann bestaunt werden. (Foto: Klaus-Peter Schneider)

Unterwegs auf den Spuren der Koker durchstreifen Besucher am Wochenende das Areal der stillgelegten Kokerei Hansa. Auf dem Erlebnispfad „Natur und Technik“ erfahren sie dabei nicht nur allerhand Wissenswertes zu Technik und Geschichte der Anlage, sondern auch, wie der harte Arbeitsalltag auf Hansa aussah.

Rund 1.000 Koker „malochten“ zu Spitzenzeiten täglich auf der 1928 erbauten Anlage. Natürlich nicht alle gleichzeitig – in drei Schichten gingen sie in der „verbotenen Stadt“ hinter dem großen Toreingang ihren anstrengenden Jobs nach.

Für die Koksproduktion wurde die Kohle zunächst von den benachbarten Zechen angeliefert, im Sortenturm gemischt, im gegenüberliegenden Kohlenturm gebunkert und dann in die schmalen Koksöfen gefüllt. Nach 20 Stunden „Backzeit“ wurde der glühende Koks schließlich in Löschwagen gedrückt und mit mehreren tausend Litern Wasser gelöscht. Was hier sehr theoretisch klingt, wird in den industriehistorischen Führungen wieder lebendig. Hautnah erfahren die Besucher, wie auf Hansa aus Kohle Koks wurde.

Im Winter zeigt sich die Kokerei dabei sogar von ihrer charakteristischsten Seite. Denn wenn das Grün der Industrienatur verschwunden ist, kommen die Strukturen der Rohre, kubischen Bauten und Koksanlagen besonders zum Vorschein. Ein Highlight für alle Fans der Industriearchitektur.

Führungen über die Kokerei Hansa vom 07. bis 09.02.2020:

Industriehistorische Führung „Hansa schwarz-weiß“
Freitag (07.02.) um 14 Uhr
Samstag (08.02.) um 14 Uhr
Sonntag (09.02.) um 11 und 14 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 8 Euro pro Person; Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt

Nachtlichtführung „Kohlenschwarz bis Hansa-Blau“
Freitag (07.02.) um 20 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 8 Euro pro Person; Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt

Adresse: Kokerei Hansa, Emscherallee 11, 44369 Dortmund-Huckarde

Festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung werden empfohlen.

Weitere Informationen unter www.industriedenkmal-stiftung.de

 

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