Freie Sicht auf St. Petri – neues kostenloses Denkmalheft zeigt Entwicklung

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„Die Mauer ist weg“. Das war 2015 ein häufig zu hörender Satz von den Dortmunderinnen und Dortmundern, die sich an der ev. Stadtkirche St. Petri aufhielten. Die „Bastion“ – wie sie oft genannt wurde – hatte entlang der Kampstraße wie eine Grenze zwischen Kirche und Stadt gewirkt. Düster und erdrückend trennte sie Kampstraße, Katharinenstraße und den Hauptbahnhof von dem höher gelegenen Gelände um St. Petri und dem Westenhellweg ab.

Wer dagegen heute vom Hauptbahnhof kommend die Stadt betritt und die große Freitreppe emporgeht, den empfängt eine einladend breite, offene Katharinenstraße und der Blick auf die große, gotische Stadtkirche St. Petri. Moderne Architektur und Stadtplanung im Einklang mit der Stadtgeschichte – ein für Dortmund nicht typisches Stadtbild.

Straßenraum wird Lebensraum
Flaneure in den Straßen und ein Platz zum Verweilen an der Petrikirche: In der Kampstraße wird seit 2008 aus grauem Asphalt ein vielfältiger Boulevard, der zum Spazieren, zum Erholen und zum städtischen Er-Leben einlädt. Sorgfältige Planung und die Einbeziehung der historischen Entwicklungen Dortmunds schaffen aus diesem Straßenraum langsam einen Lebensraum. Drei Bauabschnitte sind inzwischen fertiggestellt, von denen der Abbruch der Bastion und die Umgestaltung des Petrikirchhofs Thema des neuen Heftes der Dortmunder Denkmalmalbehörde sind.

Vielschichtig und wechselhaft – so lässt sich die mehrhundertjährige Geschichte des Petrikirchhofes mit Kirche und Kampstraße zusammenfassen. Bei einer Verschnaufpause im Schatten der Kirche kann man sie Revue passieren lassen: Die Entwicklung vom Handwerkerquartier vor dem Bau der Kirche zum Friedhof der Petrigemeinde, zur anschließenden verwahrlosten Bastion bis zur heutigen einladenden Freifläche – so ist diese  Entwicklung im neuen Heft der Dortmunder Denkmalbehörde nachgezeichnet. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Umgestaltung des Petrikirchhofes und ein weiterer – natürlich – auf der Kirche selbst mit ihrer Baugeschichte und dem berühmten Antwerpener Schnitzaltar, dem „Goldenen Wunder“.

Expertenwissen zugänglich machen
Die Heftreihe „Bausteine und Fundstücke – Dortmunder Denkmalhefte“ macht Expertenwissen zugänglich und trägt das Anliegen von Denkmalschutz verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Gleichzeitig sollen die Veröffentlichungen ein Dankeschön für das beeindruckende Engagement der vielen Interessierten und zahlreichen ehrenamtlich historisch aktiven Bürger/innen und Denkmaleigentümer/innen sein.

Das neue Heft ist das zehnte in der Reihe „Bausteine und Fundstücke – Dortmunder Denkmalhefte“. Es wurde aus Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes (Programm: Aktive Zentren) und städtischen Mitteln gefördert.

Das Heft wird kostenlos ab sofort von der Denkmalbehörde im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte, vom Stadtarchiv sowie vom Amt für Stadterneuerung ausgegeben – solange der Vorrat reicht.

Alle älteren Hefte stehen ebenfalls wieder zur Verfügung, insbesondere auch das schon zum dritten Mal nachgedruckte Heft über den Botanischen Garten Rombergpark mit dem ehemaligen Schloss (Bausteine und Fundstücke, Heft 04).

Alle Hefte können auch auf der Internetseite www.denkmalbehoerde.dortmund.de heruntergeladen werden.

Das Heft Nr. 10 zur Petrikirche steht unter folgendem Link zum Download bereit: Bausteine-Fundstücke-Petrikirche-Heft-10.

 

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